zur Navigation springen
Neue Artikel

25. November 2017 | 06:57 Uhr

Tausende Pendler ohne Anwalt

vom

svz.de von
erstellt am 08.Mär.2012 | 08:05 Uhr

Es ist immer dasselbe. Haben Bund und Länder Steuer-Verluste, dann heißt es, wir alle müssen den Gürtel enger schnallen. Sprudeln die Quellen, dann ziert sich der Staat. Aber, Sparen ist keine Einbahnstraße. Dem Fiskus fließen jährlich 41 Milliarden Euro aus der Mineralölsteuer zu. Diese ist fix - Benzin 65,4 Cent, Diesel 47 Cent. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer von 19 Prozent - auf die Mineralölsteuer und den Benzinpreis. Wenn das Benzin 1,66 Euro kostet, sind inzwischen 97 Cent davon Steuern. Dass der Bund der Steuerzahler angesichts der Spritpreise ebenfalls eine höhere Entfernungspauschale fordert, das ist im Interesse aller. Es kommt dabei nicht darauf an, was die Entfernungspauschale kostet. Die Frage ist doch, was nimmt der Fiskus durch die Benzinpreisspirale zusätzlich ein? Ist es nicht recht und billig, dass diese zusätzlichen Einnahmen an den Steuerzahler zurückgegeben werden? Zumal, die Finanzminister haben Alternativen: Der Staat kann entweder die Steuern auf Benzin deutlich senken oder die Kilometerpauschale von heute 30 auf 40 Cent je Kilometer erhöhen. Davon würden Millionen Berufspendler profitieren. Doch plötzlich können Finanzbeamte zwar ausrechnen, was die Erhöhung der Entfernungspauschale kosten würde, bekommen aber nicht zusammengezählt, was die steigenden Preise an der Tanke an Steuermehreinnahmen bringen. Das ist seltsam.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen