Tabellenführung zurückerobert

Beim Matchball erfolgreich: Kristin Kasperski (hinten) blieb es vorbehalten, den letzten Punkt für Schwerin zu machen. reinhard klawitter
Beim Matchball erfolgreich: Kristin Kasperski (hinten) blieb es vorbehalten, den letzten Punkt für Schwerin zu machen. reinhard klawitter

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20. Januar 2010, 08:53 Uhr

Schwerin | Die Volleyballerinnen des Schweriner SC haben sich gestern Abend die Tabellenführung in der Bundesliga zurückgeholt. Die Mannschaft von SSC-Trainer Tore Aleksandersen bezwang gestern Abend vor rund 800 Zuschauern in heimischer Halle den bisherigen Spitzenreiter 1. VC Wiesbaden mit 3:1 (-25, 13, 19, 20).

SSC-Trainer Tore Aleksandersen überraschte ein wenig mit seiner Aufstellung. Auf Diagonal brachte er Mittelblockerin Patricia Thormann und auf der Liberoposition für Lisa Thomsen den Youngster Janine Völker. An Letzterer, die sicher in der Annahme und Feldabwehr agierte, lag es sicher nicht, dass beim deutschen Meister zu Beginn des ersten Satzes überhaupt nichts lief. Da stand kein Block, die Angreiferinnen kamen nicht durch oder verzogen ins Aus. So führte der 1. VC Wiesbaden schnell mit 20:13. Man musste schon um die SSC-Damen fürchten. Der norwegische SSC-Coach brachte jetzt Kristin Kasperski für Patricia Thormann auf Diagonal und sie brachte die Wende. Die Gastgeberinnen holten Punkt für Punkt auf, agierten auf einmal sicherer. Beim 22:22 war der Ausgleich geschafft. Durch einen tollen Block und einen Angriffsfehler der Hessinnen hatte der SSC zwei Satzbälle. Doch Schwerin konnte sie nicht nutzen. Im Gegenzug verwandelten die Gäste ihren zweiten Satzball durch Mittelblockerin Magda Kralikova zum 27:25.

Jetzt waren die Aleksandersen-Schützlinge aber dennoch im Spiel. Sie steigerten sich in Abschnitt zwei erheblich. Besonders im Angriff zeigten sie jetzt die nötige Durchschlagskraft. Wiesbaden wurde zunehmend unsicherer in seinen Aktionen. Auf Schweriner Seite war jetzt auch Mittelblockerin Carlijn Jans aufgewacht. Sie stand am Netz wie eine Wand. Über 11:8, 20:10 und 23:13 zogen die SSC-Damen, die auch in der Feldabwehr richtig gute Arbeit leisteten, auf und davon. Kristin Kasperski holte dann den ersten Satzball. Ihr war es vorbehalten, mit einem super Aufschlag zum 25:13 den Satzausgleich zu schaffen.

So wie sich die Schwerinerinnen gesteigert hatten, so ließen die Wiesbadenerinnen immer mehr nach. In Durchgang drei lief nicht mehr viel bei den Gästen zusammen. So konnten die Mecklenburgerinnen vom 8:5 durch Kristin Kasperski über 12:8 auf 16:10 davonziehen. Doch Unkonzentriertheiten und dadurch unnötige Fehler auf Seiten des SSC brachten die Mannschaft von Trainerin Xiaojun Yang beim 18:17 zurück in die Partie. Das war allerdings die einzige Schwäche, die sich der SSC in diesem Abschnitt leistete. Danach ging es ganz schnell. Jans mit einem guten Block setzte zum 25:19 den Schlusspunkt.

Danach schlichen sich erst einmal wieder Fehler bei den Gastgeberinnen ein, sodass sie sich mit 8:11 im Rückstand sahen. Nach einem Block von Jans schaffte der SSC den Ausgleich zum 11:11. In der Folge wogte das Spiel hin und her: 19:19. Dann kam Zuspielerin Denise Hanke an den Aufschlag, dem die Gäste nicht viel entgegenzusetzen hatten: 24:19. Schwerin verwandelte durch Kasperski den zweiten Matchball zum 25:20.

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