zur Navigation springen
Neue Artikel

25. November 2017 | 01:24 Uhr

Szene-Viertel der kreativen Köpfe

vom

svz.de von
erstellt am 15.Apr.2013 | 06:14 Uhr

Dieser Stadtteil scheint einfach nie zu schlafen: Während Rostocks Studenten nach langen Party nächten in den frühen Morgenstunden langsam den Weg zurück ins Bett finden, bauen die ersten Händler am Doberaner Platz bereits ihre Marktstände auf. Die bunte Mischung im Stadtteil ist es, die die KTV so begehrt macht. Doch mit der Beliebtheit kommen auch die Probleme. Die Mieten steigen seit Jahren kontinuierlich und das führt zur Schwachstelle Nummer zwei: die Parkplatzsituation.

Eine Bummelmeile zum Wohlfühlen

Von der KTV aus sind alle wichtigen Orten schnell zu Fuß zu erreichen - ob Supermarkt oder Arzt. Wen es dennoch aus dem Szeneviertel treibt, der nimmt den Bus oder die Straßenbahn. Mit dem Doberaner Platz hat die KTV einen zentralen Umsteigepunkt, der gleichzeitig Treffpunkt und Marktplatz ist. Wenige Meter weiter beginnt der Barnstorfer Weg - vielleicht das Herzstück der KTV. Ein kleiner Laden reiht sich an den nächsten - Uhrmachermeister, Blumenladen, Boutique, Galerie, Lederhandel, Schmuckladen, Schneiderei, Antiquariat, Esoterik-Laden...

Kulinarisch gut versorgt

Hungrig und durstig muss in der KTV niemand bleiben. In den vielen kleinen Restaurants, Kneipen und Cafés bleibt kein kulinarischer Wunsch offen, vor allem zur Mittagszeit. Dann locken die Läden mit einem besonderes günstigen Angebot. Sterne küche ist in der KTV allerdings nicht zu erwarten. Doch darauf legen die jungen Familien und Studenten ohnehin keinen Wert, sie bevorzugen Geselligkeit statt Haute cuisine. Exklusives zu naschen gibt es in der Waldemarstraße. Vor zwei Jahren hat dort eine Eismanufaktur eröffnet. Ausgefallene Sorten sorgen regelmäßig für lange Schlangen vor dem kleinen Geschäft. In heißen Sommernächten begegnet sich dort der Stadtteil. Wenn der letzte Supermarkt im Viertel um 23.30 Uhr zumacht, trifft sich die KTV in den Spätis - jenen kleinen Läden, die Bockwurst und Pommes für den kleinen Hunger anbieten und Bier für den Weg zur nächsten Party.

Verjüngungskur geht weiter

Die KTV ist ein junger Stadtteil. Immer mehr Familien rollen mit ihrem Nachwuchs durch die Straßen. Im Brunnen auf dem Margaretenplatz toben die Kleinen im Sommer herum und junge Frauen mit dicken Babybäuchen machen es sich gleich daneben gemütlich. Für die spätere Betreuung ist ebenfalls gesorgt, denn Kitas und Schulen sind im ganzen Viertel zu finden. Auch Senioren fühlen sich hier wohl. Neu gebaute Häuser für altersgerechtes Wohnen gibt es im Stadtteil genauso wie ein Pflegeheim.

Lebendige Kultur wächst

Kulturell hat die KTV besonders viel zu bieten. Im Werftdreieck lockt das Kulturkombinat Bunker nach Sonnenuntergang die alternative Szene an. Im Stadthafen machen die lebensfrohen KTV-Bewohner und ihre Freunde gemeinsam Musik, sie grillen, spielen Kubb und diskutieren über die Welt. Am Wasser sind auch die Bühne 602 und das Theater im Stadthafen zu finden.

Nicht direkt an der Kaikante, aber dicht am Wasser, schießt die Frieda 23 in die Höhe, wo alle Kunstschaffenden künftig unter einem Dach kreativ werden sollen. Dort wird auch das Liwu einziehen - das Kino mit Alternativ-Programm. Musik, Lesungen und ausgefallene Partys gibt es hingegen im Peter-Weiss-Haus, das mit seinem Freigarten ein beliebter Treffpunkt ist.

Auszeit in der grünen Oase

KTV-Bewohner lockt es zu allen Jahreszeiten nach draußen. Und neben dem nahen Stadthafen ist vor allem ein Ort beliebt - der Lindenpark. Nicht nur Jogger drehen hier ihre Runden, sondern auch Spaziergänger, die eine Auszeit in der grünen Oase suchen.

Die nächsten Folgen:

Lesen Sie am:
18. April Südstadt

23. April Hansaviertel

26. April Stadtmitte

30. April Evershagen

2. Mai Schmarl

7. Mai Biestow

14. Mai Reutershagen


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen