Kommentar : Strukturen aufdecken

svz.de von
23. September 2015, 19:38 Uhr

Nun also doch. VW-Chef Martin Winterkorn tritt zurück. Er war nicht mehr zu halten, trägt als bisheriger Vorstandsvorsitzender die Verantwortung für den Manipulationsskandal. Sein letzter Rettungsversuch in eigener Sache war absurd und ist gescheitert.  Seine Leistung für das Weltunternehmen wird man erst dann richtig einschätzen können, wenn dieser Skandal aufgeklärt ist und das ganze Ausmaß des Schadens für VW, die Branche und die deutsche Wirtschaft klar wird.

Nun gilt es, die kriminellen Strukturen aufzudecken und zu beseitigen, ohne die eine derart weitreichende millionenfache Manipulation nicht möglich gewesen wäre. Jenseits des gewaltigen wirtschaftlichen Schadens und des immensen Imageverlustes geht es hier um die Gefährdung von Mensch und Umwelt, um die vorsätzliche Inkaufnahme von gesundheitlichen Folgen bis hin zu Todesfällen.  Mit dem Abgang von Martin Winterkorn ist der Skandal jetzt noch längst nicht erledigt.

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