Splitter : Streiter lässt Menschen in Bronze auferstehen

Lenzen ist um ein Wahrzeichen reicher: Künstler Bernd Streiter fertigte eine lebensgroße Figur der Brezeltante Anna Grieben. Sie steht vor dem Rathaus.
Lenzen ist um ein Wahrzeichen reicher: Künstler Bernd Streiter fertigte eine lebensgroße Figur der Brezeltante Anna Grieben. Sie steht vor dem Rathaus.

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23. November 2015, 13:48 Uhr

Einer der wohl bekanntesten „Neubürger“ von Lenzerwische ist Bernd Streiter. Seit 1997 hat der 1962 in Havelberg geborene und in Perleberg aufgewachsene Künstler zusammen mit seiner Familie im 657-jährigen Mödlich seinen Lebensmittelpunkt gefunden. Und auch in der Lenzerwische hat Streiter, Schöpfer zahlreicher Bronzeskulpturen, Zeichnungen und Radierungen, seine Handschrift hinterlassen. Neben der Skulptur von Charon, dem mystischen Fährmann am Mödlicher Elbdeich, ziert ein „Gemälde“ Streiters die Fassade der vor einigen Monaten leider geschlossenen Kindertagesstätte „Biberburg“ in Wootz. Auch der geschmiedete Zaun an der Mödlicher Kirche ist nach Zeichnungen des Künstlers entstanden. Und auch dem in Mödlich beigesetzten Gijsels van Lier hat der 53-Jährige ein Denkmal gesetzt. Die Bronzefigur des holländischen Admirals ist eine von sieben Skulpturen der Lenzener Narrenfreiheit vor der Burg in Lenzen.

Wischefest als jährlicher Höhepunkt

Mindestens einmal im Jahr steht das Dörfchen Wootz im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Lenzerwische. Traditionell am ersten Augustwochenende zieht es Jung und Alt drei Tage lang zum traditionellen Wischefest auf den Sportplatz im Dorfzentrum. In diesem Jahre stieg bereits die 52. Auflage des Gemeinschaftsfestes für Lenzerwische mit seinen sieben Dörfern, den vier Feuerwehren und drei Ortsgemeinschaftshäusern. Allem Auf und Ab zum Trotz, habe man sich dieses Stück dörflicher Gemeinsamkeit, trotz der bis 1989 andauernden Lage in der „Sperrzone“, über mehr als fünf Jahrzehnten bewahrt. „Es ist der jährliche Höhepunkt des Gemeinschaftslebens in der Wische. Solange die Besucher zur Stange halten, solange wird es auch das Wischefest geben“, ist Klaus-Jürgen Borrmann fest überzeugt. Hervorgegangen ist das Wootzer Wischefest laut Bürgermeister aus dem auch hier früher üblichen Erntefest. Als Anlass gilt der Durchstich der Löcknitz vor nunmehr 50 Jahren.

Besondere Küche im Alten Hof

Am Rande der Lenzener Wische, kurz vor der Landesgrenze, liegen die Orte Gaarz, Baarz und Unbesandten. Während Gaarz Bekanntheit durch das nahe Schöpfwerk an der ehemaligen Mündung der Löcknitz in die Elbe erlangte, kann Baarz durch die Ersterwähnung im Jahr 1326 für sich den Titel ältester Ort der Lenzener Wische in Anspruch nehmen. Im benachbarten Unbesandten haben Annett Senst und Dirk Wolters ein neues Zuhause gefunden. Ende 2010 erfüllten sich die beiden ihren Traum von einem eigenen Restaurant und übernahmen das Hotel „Alter Hof am Elbdeich“. Ihren Gästen bieten die Gastronomen ein besonderes Genusserlebnis. Denn im „Alten Hof“ wird deutsche Küche mit regionalem und saisonalem Gemüse sowie mit Bio-Lebensmitteln auf Basis von Ayurveda, der 5000 Jahre alten indischen Ernährungslehre, gekocht. Mehrfach präsentieren die Gastronomen ihr Hotelrestaurant und die Prignitz bereits auf der Grünen Woche in Berlin.

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