Streik bei TUIfly: Stundenlange Verspätungen

Rund 40 Flüge und rund 6000 Passagiere seien von der Arbeitskampfmaßnahme bei TUIfly betroffen, sagte ein Firmensprecher.
Rund 40 Flüge und rund 6000 Passagiere seien von der Arbeitskampfmaßnahme bei TUIfly betroffen, sagte ein Firmensprecher.

Ein Warnstreik der Fluggesellschaft TUIfly hat am Donnersag zu Verspätungen auf den Flughäfen Hamburg, Hannover und Düsseldorf geführt. Rund 6000 Passagiere mussten bis zu fünf Stunden auf ihren Flieger warten.

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10. April 2009, 12:32 Uhr

Hannover (dpa) - Ein Warnstreik bei TUIfly hat auf den Flughäfen Hamburg, Hannover und Düsseldorf Verspätungen von bis zu fünf Stunden verursacht.

Rund 40 Flüge und rund 6000 Passagiere seien von der Arbeitskampfmaßnahme betroffen, berichtete ein Sprecher der Fluggesellschaft am Donnerstag in Hannover. Aber es seien keine Flüge ausgefallen. Die Gewerkschaft ver.di hatte am Mittwochabend 190 Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen, um ihrer Forderung nach mehr Gehalt und besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck zu verleihen.

Gewerkschaft fordert mehr Geld

Hintergrund sind die stockenden Gehaltstarifverhandlungen. Die Verträge waren im Februar ausgelaufen. ver.di fordert fünf Prozent mehr Geld sowie die Einführung einer Altersvorsorge für die rund 2000 Beschäftigten des Kabinen- und Bodenpersonals. Die Arbeitgeber hätten bislang nur Angebote vorgelegt, die faktisch auf ein Minus auf dem Gehaltszettel hinausliefen, kritisierte die Gewerkschaft.

Besorgt sind die Beschäftigten zudem über die vor kurzem besiegelte Allianz von TUIfly und Air Berlin. ver.di fordert in diesem Zusammenhang Arbeitsplatzsicherheit für das betroffene Boden- und Kabinenpersonal.

Arbeitgeber: Warnstreiks "überzogen"

Unter dem Namen und Management von TUIfly werden künftig nur noch 20 Maschinen im Pauschalreiseverkehr fliegen. Die übrigen 17 Flugzeuge, die im Städteverkehr eingesetzt werden, übernimmt samt Personal Air Berlin über langfristige Leasingverträge.

Ein Sprecher von TUIfly äußerte Unverständnis über die Warnstreikaktionen, die «überzogen» seien. Aus Sicht der Arbeitgeber sei in der ersten Runde gut verhandelt worden und man habe die Bereitschaft signalisiert, nach Ostern weiter zu reden.

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