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17. Dezember 2017 | 11:12 Uhr

Splitter : Storchenhof und Wallfahrtskirche

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

von
erstellt am 17.Mai.2016 | 13:55 Uhr

Das Frühlings- und Treckerfest samt Oldtimertreckerausfahrt auf dem Storchenhof in Reinstorf ist gerade eine Woche her; da kündigt sich auf dem historischen Dreiseitenhof ein neues Ereignis an: Die Sauers beteiligen sich am 12. Juni (11 - 17 Uhr) erstmals beim „Tag des offenen Hofes“. Bei der alle zwei Jahre stattfindenden Aktion des Bauernverbandes öffnen in MV diesmal insgesamt 20 landwirtschaftliche Betriebe ihre Pforten. „Wir wollen die Vielseitigkeit der Landwirtschaft bei einer Hofführung zeigen“, so Dr. Reingard Sauer. Zudem werden alte und neue Technik gegenübergestellt und die Besucher sollen das Gewicht von Bulle „Beethoven“ schätzen. Es winken Preise aus dem Hofladen.

Die uralte Kirchlinde auf dem Zurower Friedhof.
Die uralte Kirchlinde auf dem Zurower Friedhof. Foto: erge
 

„Die Kirchlinde hat viel Geschichte erlebt“, verkündet Zurows Bürgermeister Eckhardt Stelbrink. Kein Wunder, wird der knorrige Baum auf dem Zurower Friedhof gleich neben der Dorfkirche doch auf ein Alter von stolzen 900 Jahren angegeben.

Aber auch das Gotteshaus ist beileibe nicht eines von vielen gotischen Kirchen, wie man sie so auf dem Lande vorfindet. Um 1380 als ein einschiffriger Backsteinbau errichtet, kam im 15. Jahrhundert der quadratische Westturm mit Satteldach hinzu. Die 1462 gegossene Bronzeglocke weist seltene, kunsthistorisch bedeutsame Ritzzeichnungen auf.

Im Mittelalter diente die Kirche zudem als Tagungsort von Landtagsversammlungen und war Mittelpunkt einer Kalandsbruderschaft. Zweck des Kalands – von wohlhabenden Leuten – war das gemeinschaftliche Gebet an gestifteten Altären und die gemeinsame Verrichtung wohltätiger Werke an Armen und Kranken. Durch ein „wundertätiges“ Marienbild hatte die Zurower Kirche im 15. Jhd. Bedeutung als Wallfahrtskirche.

In den folgenden Jahrhunderten erhielt die Kirche eine Winzer/Hantelmann-Orgel (1735) und es wurden 1862 die Gewölbemalereien aus dem 15. Jhd. restauriert. 1994 schließlich erfolgte die Sanierung des Glockenstuhls.

Drei Kahlenberger Besonderheiten

Der kleine Ort Kahlenberg hat gleich drei Besonderheiten aufzuweisen. Zum einen ist es der Bauernhofkindergarten, der im Herbst 2007 von einer Elterninitiative ins Leben gerufen wurde. Ein Bauernhof mit Biogärtnerei, -landwirtschaft, und -tierhaltung bildet den Rahmen für die Kindergartengruppe. Das Erziehungskonzept bildet die Waldorf­Pädagogik. Die Lebensmittel sind komplett aus biologischem Anbau. Das Mittagessen wird direkt im Haus in einer eigenen Küche frisch für die Kindergartenkinder zubereitet.

Seit Frühjahr 2015 gibt es ferner den Gärtnerhof „Himmel und Erde“ von Clivia von Saalfeld und Henry Feddersen nach dem Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi). Die bisher an die 60 Mitglieder errichten einen monatlichen Obolus und bekommen dafür u.a. ihr Gemüse. Und Drittens steht Kahlenberg für einen Schildbürgerstreich beim Bau der Autobahn 14. Eine Wirtschaftswegbrücke geriet zu schmal, so dass die breite Landtechnik nicht rüberpasst.

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