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Stellvertretender Landrat mahnt ehrliche Aufarbeitung der Geschichte an

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erstellt am 08.Jul.2011 | 07:27 Uhr

Boltenhagen/Schlagsdorf | Nordwestmecklenburgs stellvertretender Landrat Gerhard Rappen hat ehemalige DDR-Funktionäre zu einer Aufarbeitung der Geschichte aufgefordert. "Wünschenswert wäre aus meiner Sicht, wenn diejenigen, die in der DDR Verantwortung getragen haben, sich ehrlich an einer Aufarbeitung der Vergangenheit beteiligen und zur Aufhellung beitragen würden", sagte Gerhard Rappen anlässlich der Buchvorstellung "Zwischen Stacheldraht und Strandkorb - DDR-Alltag an der Lübecker Bucht" in Boltenhagen. Wer sich weiterhin verschließe, müsse in den nächsten Jahren mit unangenehmen Fragen rechnen. "Wir haben es in der deutschen Geschichte schon einmal erlebt: Wenn Vergangenheit nicht aufgearbeitet wird, dann gibt es eine Generation, die ihren Eltern recht kritische Fragen stellt", verdeutlichte Rappen. Er nutzte die Buchpräsentation auch dazu, auf Museen wie das Grenzhus in Schlagsdorf und die Grenzdkomumentations-Stätte aufmerksam zu machen. "Es ist wichtig, dass Geschehnisse der Geschichte wach gehalten werden. Es bietet sich an, dass gerade Schulklassen aus unserem Landkreis diese Einrichtungen besuchen", so Rappen. Er schloss nicht aus, dass das Buch "Zwischen Stacheldraht und Strandkorb - DDR-Alltag an der Lübecker Bucht" künftig auch über das Kreismedienzentrum an Schulen in Nordwestmecklenburg ausgeliehen werden könnte.


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