Start in die Matjessaison

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06. Juni 2008, 09:18 Uhr

Warnemünde - Samstag ab 8 Uhr wird auf der Mittelmole von Warnemünde gefeiert. Da, wo früh morgens die Fischer ihre Boote besteigen, um ihre Netze einzuholen, wo ihnen am Vormittag die Kundschaft den fangfrischen Fisch aus den Händen reißt, dreht sich auch heute alles um Fisch. Aber einer von ihnen ist heute der Fisch des Tages: der Matjes.

Traditionell kommt er aus Holland – dort wurde er erfunden und bis heute produziert. Fangen könnte man ihn auch hier, dann heißt er aber noch Hering. Erst seine spezielle Zubereitung macht ihn zum Matjes. „Das ist das Geheimnis der Holländer“, erzählt Fischer Eyke Düwel. „Versucht haben wir das hier auch schon, aber so gut kriegen wir ihn nicht hin.“ So ist der Matjes ein Fisch, den selbst er sich kaufen muss. „Den hol’ ich mir dann gern mal von unseren Händlern – mit guter Butter und Pellkartoffeln mag ich ihn am liebsten“, so Düwel.

Traditionell beginnt die deutsche Matjes-Saison in Bremen. Am Mittwoch wurde sie offiziell als „Tour de Matjes“ eröffnet. Mit dabei war Jörg Vogt, Geschäftsführer der Rostocker Großmarkt GmbH, die das Matjesfest auf der Mittelmole organisiert. „Von da habe ich auch ein kleines Holzfass voll holländischem Matjes mitgebracht“, erzählt er. Dieses Fass wird heute um 11 Uhr nach amerikanischem Prinzip versteigert. Dabei wird nicht, wie sonst bei Versteigerungen üblich, jeweils der Vorgänger überboten, sondern es wird Geld gesammelt. Jeder Bieter zahlt zwei Euro – so lange, bis Moderator Charly Frommke die Versteigerung beendet. Dann erhält der letzte Bieter das Fass. Theoretisch könnte man also für zwei Euro die sieben Kilogramm Matjes mit nach Hause nehmen. Besonders freut sich die Warnemünder Trachtengruppe darüber, denn am Ende erhält sie den Erlös. „Das ist eine schöne Unterstützung für unsere Fahrt in Warnemündes Partnergemeinde Bremen-Vegesack im September“, freut sich Vorsitzende Karin Scarbarth.

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