Kommentar: Hospiz- und Palliativ-Gesetz : Starkes Signal

svz.de von
05. November 2015, 20:20 Uhr

Wer jemals erlebt hat, wie viel Fürsorge, Wärme, Zuwendung und Zeit es in Hospizen für Sterbenskranke gibt,  wird womöglich mit weniger Schrecken an den eigenen Tod denken. Die Medizin ist oft so weit, dass kaum einer mehr unerträgliche Schmerzen erleiden muss. Ein Segen, ebenso wie das beeindruckende ehrenamtliche Engagement, von dem viele Hospize getragen werden. Doch gibt es  diese Sterbebegleitung in Deutschland immer noch nicht flächendeckend.  Gerade erst hat eine Studie ergeben, dass fast alle Menschen am Ende ihres Lebens eine palliative Versorgung benötigen und nur ein knappes Drittel sie  bekommt. Das neue Gesetz zum Ausbau der Angebote ist deshalb ein starkes Signal, ein überfälliger Schritt. Dass 300 Millionen Euro am Ende dafür ausreichen werden,  darf aber bezweifelt werden.

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