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21. Oktober 2017 | 12:39 Uhr

Spenderblut fehlt für EHEC-Patienten

vom

svz.de von
erstellt am 10.Jun.2011 | 01:07 Uhr

Ludwigslust/Hagenow | Angesichts der immer noch steigenden Anzahl von schweren EHEC-Infektionen werden die Blut- und Plasmakonserven knapp. Wenn ein Schaden an der Niere droht, entscheiden sich die Ärzte derzeit für die so genannte Plasmapherese.

Dabei wird Blut ausgetauscht, das dafür aber ausreichend gebraucht wird. Im Schweriner Institut für Transfusionsmedizin sind die Bestände an Blutplasma momentan weitestgehend aufgebraucht.

"Noch können wir die beiden Krankenhäuser im Landkreis versorgen", sagt Instituts-Direktorin Dr. med. Berit Quaß. "Aber wir brauchen Nachschub. Besonders an Plasma." Für die lebensrettende Blutwäsche, die viele EHEC-Patienten bräuchten, bedürfe es pro Tag je Krankheitsfall zehn Plasmen.

Doch dafür sei Quarantäne-Plasma notwendig. Das müsse nach der Spende aber erst einmal vier Monate lagern, bis der Spender eine neue vollständige Untersuchung hinter sich habe. Erst dann erfolge die Freigabe. "Die beiden Krankenhäuser in Ludwigslust und Hagenow haben einen Jahresbedarf von rund 3000 bis 5000 Blutkonserven. Im Landkreis gibt es zur Zeit 3426 Blutspender. Davon haben 252 dieses Jahr das erste Mal ihr Blut gespendet."

Auch im Landkreis Ludwigslust seien bis gestern 36 EHEC-Erkrankungen gemeldet worden, so das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock auf SVZ-Nachfrage. Im benachbarten Landkreis Parchim seien derzeit 30 Fälle bekannt, hieß es weiter aus der Behörde.

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