Soziale Netzwerke: Deutsche geben viel von sich preis

Startseite von Facebook: Viele deutsche Internet-Nutzer geben sich in sozialen Online-Netzwerken offenherzig und nennen dort etwa Adressen. (Bild: dpa)
Startseite von Facebook: Viele deutsche Internet-Nutzer geben sich in sozialen Online-Netzwerken offenherzig und nennen dort etwa Adressen. (Bild: dpa)

Nummern und Adressen: Nach einer Studie geben die Deutschen in Online-Netzwerken wie Xing, StudiVZ oder Facebook im internationalen Vergleich am häufigsten persönliche Daten preis.

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05. Februar 2009, 06:23 Uhr

Hamburg (dpa/tmn) - Der Studie zufolge nennen 41 Prozent der befragten Bundesbürger auf den Plattformen Telefonnummern, 30 Prozent sogar Adressen. Das Hamburger Marktforschungsunternehmen Ipsos hatte jeweils 1000 Online-Käufer in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, den USA und Kanada im Auftrag des Bezahldienstes PayPal befragt.

Ähnlich unvorsichtig sind laut der Studie nur die Franzosen. Unter ihnen scheuen sich 22 Prozent nicht, auf Social-Networking-Seiten Nummern anzugeben, 19 Prozent hinterlassen dort auch Adressen. Eine Eigenart mit dem Ungang von Fotos auf solchen Plattformen ergab die Befragung für die Briten: Jeder Dritte (31 Prozent) räumte ein, für sein Profil auch peinliche Bilder online zu stellen.

Studie: Nur drei Prozent der befragten Deutschen beklagen Datendiebstahl

Mit Internet-Passwörtern geht die Mehrheit der Deutschen vergleichsweise sorgsam um: Mehr als die Hälfte (56 Prozent) ändern ihre Zugangscodes den Angaben zufolge mindestens einmal im Jahr. Ähnlich fleißig beim Passwortwechsel sind nur die US-Amerikaner (55 Prozent). Am schlechtesten ist die Wechselmoral bei den Spaniern, wo nur 46 Prozent wenigstens jährlich Änderungen vornehmen.

Mit Umsicht gehen die Deutschen auch bei der Verwaltung ihrer Passwörter vor: Nur 18 Prozent schreiben die Kombinationen auf. In den USA tun das laut der Studie doppelt so viele Menschen. Am vorsichtigsten sind auf den ersten Blick die Franzosen: Nur 10 Prozent bringen ihre Passwörter zu Papier. Das könnte der Studie zufolge aber auch daran liegen, dass die Mehrheit der Franzosen (53 Prozent) zu Passwörtern neigt, die aus persönlichen Angaben wie Daten oder Namen bestehen. Diese seien allerdings unsicher.

Den Diebstahl von Daten oder Passwörtern im Internet haben laut der Studie nur drei Prozent der befragten Deutschen zu beklagen. Auch in Frankreich und Spanien ist erst jeder Fünfte Opfer von Angreifern geworden, die es auf sensible Daten abgesehen haben. In den englischsprachigen Ländern war es hingegen mindestens jeder Dritte. Unter Spam leiden fast alle Befragten ähnlich stark. Mehr als die Hälfte erhält mindestens eine Spam-Mail am Tag, jeder sechste Befragte sogar zehn oder mehr.

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