Sonderimpfung für Berufspendler

Sehr begehrt: Der Impfstoff gegen Schweinegrippe ist nicht ausreichend vorhanden.
Sehr begehrt: Der Impfstoff gegen Schweinegrippe ist nicht ausreichend vorhanden.

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11. November 2009, 10:00 Uhr

Schwerin | Für Berufspendler oder beispielsweise Fernfahrer ist es aus zeitlichen Gründen fast unmöglich, das Angebot des städtischen Gesundheitsamtes oder der Hausärzte anzunehmen, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Das Gesundheitsamt will Abhilfe schaffen. Im Auftrag der Behörde wird die Allgemeinmedizinerin Dr. Sabine Bank die Impfaktion tatkräftig unterstützen. In ihrer Freizeit bietet sie gemeinsam mit Schwester Silke Hertel am kommenden Sonnabend von 8 bis 14 Uhr in ihren Praxisräumen in der Hamburger Allee 130 die Impfung an.

"Wir wollen Menschen, die in der Woche aus beruflichen Gründen die Impfsprechstunden des Gesundheitsamtes oder ihres Hausarztes nicht in Anspruch nehmen können, die Möglichkeit geben, sich gegen die Schweinegrippe zu schützen", erklärt Dr. Bank. Die Allgemeinmedizinerin weist darauf hin, dass die Impfwilligen möglichst schon gegen die saisonale Grippe geimpft sein sollten - mindestens seit 14 Tagen. Patienten, die das Blutverdünnungsmittel Falithrom (Marcumar) einnehmen müssen, könnten wegen Blutungskomplikationen nicht geimpft werden, da der Impfstoff nicht unter die Haut, sondern muskulär verabreicht werden müsse.

Der große Andrang in den Impfsprechstunden und der gestiegene Bedarf der Betriebsärzte bringt die Impf stoffvorräte des Schweriner Gesundheitsamtes zum Schmelzen. Amtsärztin Renate Kubbutat: "Bis Montag sind wir mit den Impfdosen über die Runden gekommen. Natürlich haben wir längst nachbestellt. Heute werden die Dosen geliefert."

Es sei nicht ausgeschlossen, dass es bei steigender Zahl der Impfwilligen auch in Zukunft zu Engpässen kommen könne, so Renate Kubbutat. Laut Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern werden die Gesundheitsämter zwar vorrangig mit Impfstoff beliefert. Jedoch seien die durch den Hersteller bereitgestellten Mengen durch das Wachstum der Virenstämme im Produktionsprozess begrenzt. "Wir können nur so viel verteilen, wie produziert wird", heißt es aus dem Ministerium.

Die Impfstofflieferung des Herstellers GlaxoSmithKline erfolgt einmal pro Woche, jeweils donnerstags. Der Verteilungsschlüssel für die einzelnen Bundesländer richtet sich nach der Bevölkerungszahl. Auf MV entfallen derzeit 28 000 Impfdosen pro Woche. Im Gesundheitsamt Schwerin wurden in der vergangenen Woche etwa 2600 Menschen gegen die Schweinegrippe geimpft.

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