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Sollte die Sonnenenergie weiter gefördert werden?

vom

svz.de von
erstellt am 23.Feb.2012 | 07:32 Uhr

JA

  • Im Sommer, aber auch jetzt im Winter senkt Solarstrom gerade bei hohen Verbrauchsspitzen in den Mittagsstunden den Börsenstrompreis.
  • Photovoltaik hat laut Netzagentur mitgeholfen, die Stilllegung von acht Atomkraftwerken aufzufangen.
  • Die kurzfristige Mehrbelastung durch die Förderung macht sich langfristig durch stabilere Strompreise bezahlt, denn es werden schon jetzt Importkosten für immer teurer werdende Brennstoffe wie Öl, Gas und Kohle in Milliardenhöhe vermieden.
  • Es gibt bereits 150 000 Jobs in dem Bereich, 2010 wurden Steuermehreinnahmen von 1,45 Milliarden erzielt.
  • Es werden bereits rund 12,5 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 eingespart, betont die Solarwirtschaft.
  • Die meisten Förderkosten sind Altlasten, durch enorme Kostensenkungen werde die über den Strompreis zu zahlende Solarumlage von knapp zwei Cent bis 2016 nur noch um 1,8 Prozent steigen, der Strommixanteil aber um bis zu 70 Prozent auf 6,8 Prozent zulegen.
  • Laut Fraunhofer-Institut kosten umweltschädliche Subventionen den Steuerzahler 48 Milliarden Euro pro Jahr, während die kumulierten Solarförderkosten von 2000 bis 2011 nur 22 Milliarden Euro ausmachten.

  • Die Energieform steht bei den Kosten kurz vor dem weltweiten Durchbruch, mit riesigen Exportchancen.

NEIN

  • Sonnenstrom hatte 2011 erst einen Anteil von rund drei Prozent am Strommix. In Deutschland gibt es je nach Region im Schnitt meist nur 1000 Sonnenstunden im Jahr. Für Konzerne wie RWE ist Solarenergie in Deutschland daher so sinnvoll wie Ananas züchten in Alaska.
  • Die Vergütungszahlungen belaufen sich auf fast acht Milliarden Euro pro Jahr. Daher ist Solarenergie für die Bürger, die die Förderung über den Strompreis zahlen, die mit Abstand die teuerste Ökoenergie-Art.
  • Das Stromnetz ist noch nicht fit für immer mehr Solarstrom, der Chef der Deutschen Energie-Agentur, Stephan Kohler fordert, dass der Ausbau mit dem Netzausbau Hand in Hand gehen müsse.
  • Der in einer Mietwohnung lebende Billiglöhner aus Berlin-Marzahn finanziert durch die im Strompreis eingepreiste Solarumlage dem Zahnarzt am Starnberger See die Rendite für seine Solar-Dachanlage.
  • Die auf 20 Jahre garantierten Förderkosten können sich am Ende auf mehr als 100 Milliarden Euro summieren. Statt Hilfe zur Markteinführung habe sich die Förderung in eine gewaltige Dauersubvention verwandelt.
  • Der nur wenige Stunden am Tag verfügbare Solarstrom ist mangels Stromspeichern die mit Abstand ineffizienteste Stromgewinnungsform.

  • 70 bis 80 Prozent der Module kommen inzwischen aus China.
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