Solaranlage auf dem Dach soll sich weiter lohnen

<strong>Solaranlagen</strong> sollen sich auch weiter lohnen.<foto>dpa</foto>
Solaranlagen sollen sich auch weiter lohnen.dpa

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29. Juni 2012, 09:51 Uhr

Berlin | Der Vorschlag des Vermittlungsausschusses zur Kürzung der Solarförderung ist vom Bundestag mit Mehrheit gebilligt worden. Union, SPD, FDP und Grüne stimmten gestern Abend für den Kompromiss, den Bund und Länder ausgehandelt hatten. Die Linke enthielt sich. Heute soll der Bundesrat über den Vorschlag abstimmen.

Was bedeutet der Kompromiss zur Solarförderung?

Für Hausbesitzer sind es trotz Einschnitten gute Nachrichten. Der von Bundestag und Ländern im Vermittlungsausschuss beschlossene Kompromiss bedeutet, dass es für Dachanlagen 19,50 Cent statt bisher 24,43 Cent pro Kilowattstunden gibt. Zudem wird weiterhin der ganze eingespeiste Strom vergütet. Größere Dachanlagen (10 bis 40 Kilowatt) bekommen künftig 18,50 Cent, das ist mehr Geld als zunächst geplant.

Warum lohnen sich Solaranlagen trotz Kürzungen?

Wegen weiter fallender Modulpreise. Und der Förderbetrag wird 20 Jahre lang gezahlt. Sechs-Kilowatt-Anlagen sind schon für unter 1600 Euro mit Montage und Netzanschluss zu haben, sagt Bernd Schüßler vom Fachmagazin Photon. An sehr guten Standorten seien durchaus noch zweistellige Renditen möglich. Mit einem Kilowatt lassen sich 825 bis 1050 Kilowattstunden pro Jahr produzieren. Zudem lohnt sich bei hohen Strompreisen auch die Nutzung des Stroms zum Eigenverbrauch. Hierfür soll es in Kürze ein millionenschweres Förderprogramm mit zinsverbilligten Krediten für Stromspeicher geben.

Wo hakt es noch?

Das Thema Energiesparen kommt nicht recht voran. Ein Steuerbonus von einer Milliarde Euro für energetische Gebäudesanierungen scheitert weiterhin am Widerstand der Länder, die zu hohe Steuerausfälle fürchten. Mehr Sanierungen werden als kleines Konjunkturprogramm gesehen, zudem werden 40 Prozent der Energie in Gebäuden verbraucht.

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