Söhne in Vaters Erfolgsspur

Das wäre der Clou des Jahres: Nachdem 1996 bereits Firmengründer Arvid Kremer zum Unternehmer des Jahres gekürt wurde, gelten in diesem Jahr seine Söhne und Geschäftsnachfolger Armin und Frank Kremer als Anwärter auf diese vom Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg -Schwerin e. V. ausgelobte Auszeichnung.

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21. Februar 2008, 07:25 Uhr

Severin - Eine Severiner Erfolgsgeschichte wurde im vergangenen Jahr weiter fortgeschrieben: Nicht nur mit seinen Produkten der neu kreierten Eigenmarke „Besser ohne“ traf das 1990 gegründete Familienunternehmen Mecklenburger Landpute GmbH mal wieder voll den (Geschmacks)-Nerv der Verbraucher, vor allem jener, die auf eine gesundheitsbewusste, ausgewogene Ernährung setzen.

7,5 Millionen Euro und damit rund 1,1 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor wurden 2007 in Severin umgesetzt. Gleichzeitig wurden in diesem Zeitraum weitere 800 000 Euro in das Unternehmen investiert. Die Anzahl der Beschäftigten erweiterte sich um 31 Mitarbeiter auf heute 162. Elf junge Leute erlernen in der Mecklenburger Landpute GmbH einen Beruf.

Fleisch- und Wurstwaren aus der Pute „made in Severin“ beginnen ihren Siegeszug zu den Verbrauchern meist auf den angesagten Messen wie Grüne Woche, MELA oder auf der Inter-Norga, eine der wichtigsten Leitmessen für Hotellerie und Gastronomie. Im vergangenen Jahr hat die „Landpute“ sogar „abgehoben“ und das im wahrsten Sinne des Wortes: Die Deutsche Lufthansa verwöhnt ihre Passagiere der First und Business Class über den Wolken mit leicht bekömmlichen Spezialitäten aus Severin. Selbst beim G8-Gipfel in Heiligendamm sorgten mild geräucherter Putenlachsschinken und andere erlesenen Produkte für Gaumenfreuden zwischen den Verhandlungen. Fünf Prozent der in Severin produzierten Erzeugnisse werden nach Dubai exportiert. Im Oktober 2007 krönte der food & haelth Innovationspreis Mecklenburg-Vorpommern ein wiederum erfolgreiches Geschäftsjahr des Severiner Unternehmens. Wenige Wochen später bekam die Landpute außerdem den IFS-Status „mit höchstem Niveau“ zuerkannt. Damit wird den Severinern bescheinigt, dass die europaweit geltenden Qualitätsparameter bei der Produktion von Lebensmitteln für sie absolutes Gesetz sind. Größten Wert legt das Unternehmen, das schon seit Jahren ein verlässlicher Zulieferer für Hipp-Babykost ist, auf die Direktvermarktung: In Severin, Parchim, Schwerin, Rostock und Wismar unterhält die Landpute eigene Läden. Täglich rollen acht Verkaufswagen durchs Land und damit fast bis vor die Haustür der Verbraucher. Die wiederum wissen auch den Liefer- und Partyservice sehr zu schätzen. Zeichen setzt der Jobmotor im ländlichen Raum ferner in Sachen Umweltschutz: Deutschlandweit erstmalig kamen in Severin kompostierbare Verpackungen aus Mais zum Einsatz. Der Betrieb hat sich als erster Firmenkunde für Ökostrom von der WEMAG entschieden.

Diese Erfolgsgeschichte ist der Regionalleitung Parchim des Unternehmerverbandes Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e. V. Anlass genug, Armin und Frank Kremer für die Auszeichnung zum „Unternehmer des Jahres 2007“ zu nominieren. „Damit haben die beiden jungen Unternehmer immerhin schon den inoffiziellen Titel für unseren Landkreis errungen und stehen nun mit den Nominierten aus den anderen vier Regionen des Unternehmerverbandes in Westmecklenburg im Wettbewerb. Wir sind auf die Entscheidung des Präsidiums sehr gespannt und hoffen natürlich auf einen Erfolg für unsere Kandidaten“, sagt Klaus Kinza von der Parchimer Regionalgeschäftsstelle. Das Geheimnis wird auf dem Unternehmerball am 8. März in der Landeshauptstadt gelüftet.

Der Preis wird in diesem Jahr zum 15. Mal vergeben. Mit Klaus David, Gerhard Diedrich, Arvid Kremer, Hergen Krüger und Kay Strelow sind bereits fünfmal Firmenchefs aus dem Landkreis Parchim zum Unternehmer des Jahres geadelt worden.

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