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19. November 2017 | 04:19 Uhr

So spart man erfolgreich ein kleines Vermögen

vom

svz.de von
erstellt am 19.Jul.2011 | 06:36 Uhr

Viele Menschen hoffen darauf, irgendwann einmal ein kleines Vermögen angespart zu haben: Für die Erfüllung eines Traumes, für die Altersvorsorge, für mehr finanzielle Sicherheit. Aber wer wirklich erfolgreich sparen will, der sollte die Grundregeln beachten.

So ist Zinseszins der Freund des Sparers - ohne ihn wird es deutlich schwieriger (wenn nicht sogar unmöglich), ein Vermögen aufzubauen. Ein Beispiel: Wer heute 35 Jahre alt ist und mit 65 Jahren 100 000 Euro auf der hohen Kante haben will, der muss bei 4 Prozent Zinsen und ohne steuerliche Abzüge 30 Jahre lang 145 Euro monatlich beiseitelegen. Wer aber erst 10 Jahre später mit dem Sparen anfängt, der verzichtet 10 Jahre auf Zins und Zinseszins. Die Folge: Er muss schon 275 Euro im Monat aufs Konto bringen. Und wer bis zum 55. Geburtstag wartet, der muss sogar 680 Euro monatlich sparen. Wer also früh anfängt, der hat wirklich was von der "Freundschaft" mit dem Zinseszins.

Regel zwei: Immer schön am Ball bleiben. Damit das Sparen erfolgreich ist, muss man regelmäßig sparen. Am besten richtet man für die Sparrate einen Dauerauftrag ein. Sonst muss man sich jeden Monat aufs Neue aufraffen, um das Sparkonto zu füllen. Wenn das Geld automatisch fließt, wächst das Vermögen auch automatisch. Ein langer Atem ist vor allem bei börsenorientierten Anlagen wichtig: Fonds und ähnliches sind am erfolgreichsten, wenn sie lange gehalten werden. Das heißt aber nicht, dass man die Geldanlagen aus den Augen verlieren darf - in Verlustphasen kann ein vorübergehender Verkauf die richtige Lösung sein.

Eine weitere Regel: Hin und Her macht Taschen leer. Aber auch Fonds können zu einem Geld-Grab werden. Denn obwohl dort im Durchschnitt zum Beispiel mit Aktienfonds in der Regel eine Rendite von 5 bis 8 Prozent jährlich erzielt wird, raten Banken immer wieder dazu, Fonds umzuschichten, also alte Fondsanteile zu verkaufen und neue zu kaufen. Die Begründung: Die alten bringen nicht mehr genug Rendite, die neuen werden sich besser entwickeln. Allerdings verdienen an diesem Hin und Her vor allem die Banken. Denn wenn der Sparer 8 Prozent Rendite im Jahr erwirtschaftet, gleichzeitig aber ein Mal jährlich den Fonds wechselt, dann werden Gebühren fällig, die bis zu 6 Prozent betragen können. Unter dem Strich bleiben also gerade einmal 2 Prozent Rendite. Das ist ein Gewinn auf Sparbuch-Niveau.

Regel 4: Gier macht sich nicht gut. Klar: 10, 15 oder 25 Prozent Rendite im Jahr - und zwar jedes Jahr - wären schön. Und natürlich gibt es für Sparer Geldanlagen, die solche Renditeziele auf Dauer erreichen können. Aber diese Anlagen sind auch entsprechend riskant. Deshalb sollten Sparer niemals mehr als 10 bis 15 Prozent des eigenen Geldes auf hoch spekulative Anlagen setzen, die im schlimmsten Fall zu einem Totalverlust führen könnten. Grundsätzlich ist die Gier nach hoher Rendite ein denkbar schlechter Ratgeber, er macht blind für die einfachsten Geld-Regeln. So haben viele dieser "Super-Rendite-Angebote" eine extrem teure Gebührenstruktur - nicht selten wandern unverschämte 10 bis 20 Prozent des Geldes in die Taschen der Vertreter, Vermittler und Verkäufer. Und Gier blendet in den meisten Fällen auch das Risiko aus, das eigentlich ganz offen auf dem Tisch liegt. Sobald eine zweistellige Jahresrendite im Spiel ist, sollten Sparer sich immer Bedenkzeit ausbitten und das Angebot besonders kritisch prüfen oder prüfen lassen.


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