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Sanierer verschönern Schwerin : So hat sich die Stadt verändert

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SVZ-Serie zeigte gelungene und verzögerte Sanierungsvorhaben vom Rokoko-Haus in der Puschkinstraße bis zu den Neubauten am Hafenquartier

svz.de von
erstellt am 03.Jan.2014 | 23:25 Uhr

Fast jeden Montag haben wir Ihnen, liebe Leser, in unserer „Aktion Stadtbild“ Orte vorgestellt, an denen Schwerin schöner geworden ist. Oder auch, wo noch viel zu tun ist. Insgesamt können wir für dieses Jahr das Fazit ziehen: Es hat sich viel getan und es passiert immer noch einiges. Das beste Beispiel ist wohl die Werderstraße. Fast alle Häuser sind inzwischen saniert oder es wird gerade an ihnen gearbeitet. Ein wunderbarer Anblick. Zumal diese Straße quasi das Einfallstor in die Stadt ist – immer den Hauptturm des Schlosses fest im Blick.

Auch andernorts tut sich was in Schwerin. Die ehemalige SED-Kreisleitung an der Ecke Puschkinstraße, Großer Moor wird zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut. Das dauert zwar schon viel länger, als ursprünglich geplant, weil die Statik durch die Tiefgarage schwer in den Griff zu bekommen ist, aber die ersten Bewohner konnten schon einziehen.

Auch am Offizierscasino verändert sich etwas. Das repräsentative Haus fand bis zur Bundesgartenschau 2009 zum Bedauern vieler Schweriner und Buga-Besucher keinen Investor. Jetzt will dort Hydraulik Nord den Sitz der Konzernführung einrichten. Das dauert etwas länger – die Denkmalpflege hat ihre Forderungen.

Das Rokoko-Haus in der Schlossstraße ist in diesem Jahr fertig gestellt worden. Unten konnte die Polizeiwache wieder einziehen, die jahrelang am Marienplatz beheimatet war. Gleich daneben, im einstigen Hôtel du Nord, wird noch gewerkelt. Eine ebenfalls nicht so ganz einfache Baustelle.

Auch in nicht so alte Gebäude wurde investiert. Die Schweriner Wohnungsgesellschaft (WGS) hat das erste Hochhaus der Stadt, gegenüber der Sport- und Kongresshalle gelegen, komplett modernisiert und doch den „historischen“ Charakter erhalten. Die Bewohner mussten monatelang Lärm und Schmutz ertragen. Das haben sie hingenommen und freuen sich jetzt über schöne Wohnungen.

Das ehemalige Brauereigelände in der Knaudtstraße hat nun einen Investor gefunden, der endlich etwas unternimmt. Das ehemalige Verwaltungsgebäude ist fast fertig – ökologisch umgebaut. Die Dämmung besteht aus Stroh, die Fassade aus Holz. Diese Kombination ist ein Novum in Schwerin.

Es ließe sich eine Reihe weiterer Beispiele nennen, die die Attraktivität der Landeshauptstadt durch die Sanierung von Gebäuden erhöht haben. Einige haben wir mit unseren Bildern dokumentiert

Aber auch der Neubau von Wohnhäusern ist in diesem Jahr weiter voran gekommen. Im Hafen wachsen weitere Gebäude. Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) baut als erste dort Mietwohnungen. Und auch der Bau der Hafenpromenade ist weiter fortgeschritten. Umstritten ist allerdings der Plan, dort, wo einst die Möwenburg stand, ein zehngeschossiges Hochhaus zu errichten. Das soll, so die Idee der Stadtplaner, den Abschluss der Hafenbebauung bilden. Doch es gibt Stimmen von Bürgern, die einen solchen Bau als zu gewaltig empfinden.

Das langwierigste Vorhaben war bisher die Bebauung der Waisengärten. Das jedenfalls meint der Chef der Entwicklungsgesellschaft. Bürgervorbehalte, Naturschutzauflagen, hohe Forderungen des BUND – es war sehr viel zu bearbeiten. Doch nun geht es voran. An den „Schwanenwiek“-Häusern wird bereits gebaut. In hoher Qualität, wie Fachleute und die Stadtverwaltung immer wieder betonen. Es wurde extra ein Gestaltungsbeirat gebildet, der einen wachen Blick auf die Pläne der Investoren hat. Dadurch soll verhindert werden, dass so mancher „Wildwuchs“, den es in einigen Neubaugebieten gegeben hat, am wohl attraktivsten Wohnstandort am Schweriner See vermieden wird. Überhaupt soll sich die Bauqualität in der Stadt verbessern. Dafür wurde gerade die „Charta für Baukultur“ vom Hauptausschuss der Stadtvertretung zur Beschlussfassung empfohlen.

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