Interview : So ein Projekt ist nicht wiederholbar

herr just

Der Geschäftsführer des Mecklenburger Buchverlages nennt das Buchprojekt von Rainer Lehmann einen Leckerbissen, den er sich nicht entgehen lassen wollte

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17. März 2014, 21:27 Uhr

Torsten Just ist Geschäftsführer des Mecklenburger Buchverlages in Neubrandenburg, in dem Rainer Lehmanns dreibändiges Buch mit dem Titel „Momente deutscher Unschuld“ erscheinen wird. Karin Koslik sprach mit ihm.

Herr Just, warum bringt Ihr Verlag die „Momente deutscher Unschuld“ heraus?

Just: Ich kann nicht verstehen, dass sich andere Verlage diesen Leckerbissen entgehen lassen. Ich selbst habe mich innerlich dazu verpflichtet gefühlt, dieses Projekt zu unterstützen – auch, weil es einen ganz wichtigen Teil meines eigenen Lebens reflektiert. Ich selbst habe ja bis zur Wende in der DDR studiert und dann später hier meinen Verlag gegründet.

„Momente deutscher Unschuld“ ist ein sehr vieldeutiger Titel…

Genau. Der Titel, den Herr Lehmann gewählt hat, macht neugierig, weil er verschiedene Möglichkeiten dafür offenlässt, was sich dahinter verbirgt. Und er provoziert.

Im Jubiläumsjahr des Mauerfalls werden sehr viele Bücher erscheinen, die sich mit der Wendeproblematik beschäftigen. Ist das für die Vermarktung ein Nachteil?

Ich bin der Überzeugung, dass es jetzt genau die richtige Zeit ist, um mit diesen Themen herauszukommen. Das Schöne an diesem Buch ist, dass es nicht ausgedacht ist. Es ist die Konfrontation mit dem eigenen Ich nach einer gewissen Entwicklungszeit. So ein Projekt ist nicht wiederholbar – und die Bücher von Herrn Lehmann, davon bin ich überzeugt, sind deshalb auch sehr gut zu vermarkten.

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