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18. Dezember 2017 | 05:48 Uhr

Sieben Köpfe für Ludwigslust

vom

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erstellt am 28.Mai.2010 | 05:54 Uhr

ludwigslust | Sie heißen Böhringer, Bernhardt, Geier, Mach, Schwarzenberg, Semrau und Sobanski. Sie bestimmen das Stadtbild und lächeln seit Wochen auf Plakaten den Einwohnern von Ludwigslust entgegen. Sie verteilen Flyer, bauen Stände an zentralen Punkten der Kreisstadt auf - die einen mehr, die anderen weniger -, um auf Stimmenfang zu gehen. Und alle haben das gleiche Ziel vor Augen: Sie wollen ins Ludwigsluster Rathaus, um als Bürgermeister die Geschicke der Kreisstadt zu lenken.

Am Sonntag ist es soweit, dann sind knapp 10 450 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Die Bürgermeisterwahl erfolgt laut Kommunalwahlgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern per Mehrheitswahl in bis zu zwei Wahlgängen. Beim ersten Wahlgang ist als Bürgermeister gewählt, wer mehr als die Hälfte aller gültigen Stimmen auf sich vereinigt hat. Also 50 Prozent Stimmanteil plus eine Stimme. Für den zweiten Wahlgang, die sogenannte Stichwahl, sind die beiden Kandidaten, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen auf sich vereinen konnten, zugelassen. Doch egal, auf wen letztlich die Wahl fallen wird: Die amtierende Bürgermeisterin Petra Billerbeck bleibt so lange im Amt, bis die Stadtvertretung in den kommenden Wochen die Gültigkeit der Wahl festgestellt hat.

1100 Bürger haben Briefwahlunterlagen angefordert

Die Wahllokale haben von acht bis 18 Uhr geöffnet. Laut Wahlleiter Jürgen Rades haben etwa 1100 Bürger die Briefwahlunterlagen angefordert. Sie können noch bis Sonntag, 18 Uhr, im Rathaus abgegeben werden. Die Auszählung der Briefwahl erfolgt in einem zweistufigen Prozess. Ab 16 Uhr treffen sich die Briefwahlvorstände und prüfen die personalisierten Wahlscheine. Die in einem gesonderten Umschlag befindlichen und anonymen Wahlscheine werden anschließend in eine Urne verbracht. Ab 18 Uhr erfolgt dann die Auszählung der Briefwahlstimmen. "Die Briefwahl macht immer besonders viel Arbeit, weil so viele Umschläge geöffnet werden müssen", erklärt Wahlleiter Jürgen Rades.

Die Stichwahl findet laut Kommunalwahlgesetz zwei Wochen nach der ersten Wahl statt. Stichwahltag der Bürgermeisterwahl in Ludwigslust wäre demnach der Sonntag, 13. Juni. Alle Wähler, die im ersten Wahlgang die Briefwahlunterlagen beantragt haben, bekommen, falls es zu einer Stichwahl kommen sollte, automatisch die Briefwahlunterlagen für den zweiten Wahlgang zugestellt. Alle übrigen Wahlberechtigten bekommen eine Wahlbenachrichtigung für die Stichwahl geschickt.

Wie schon bei der vergangenen Bürgermeisterwahl wird im Rathaus eine Leinwand aufgebaut sein, auf der die Wahlergebnisse veröffentlicht werden. Ab 20 Uhr sei mit ersten Ergebnissen zu rechnen, schätzt Wahlleiter Rades. Bürger sind aber schon ab 18 Uhr im Rathaus willkommen.


Über 130 Wahlhelfer sind am Sonntag im Einsatz

Die Zahl der Wahlhelfer liegt laut Rades bei 130 bis 140. Die Helfer bekommen ein so genanntes "Erfrischungsgeld". Es beträgt laut Gesetz 16 Euro, wurde von der Stadt Ludwigslust aber auf 30 Euro erhöht. Rades betont, wie wichtig das Engagement der Helfer für den reibungslosen Ablauf der demokratischen Wahl sei.

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