Selbstmord: Wenn ein Mensch nicht mehr will

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11. November 2009, 10:00 Uhr

Hamburg | Im Jahr 2008 nahmen sich 9331 Menschen das Leben, davon 75 Prozent Männer. Damit starben mehr als doppelt so viele Menschen durch Suizide wie durch Verkehrsunfälle. Experten glasuben aber, dass die wirkliche Zahl deutlich höher liegt. Viele Selbstmorde werden z. B. als Verkehrsunfälle "getarnt". Laut Statistischem Bundesamt scheidet in Deutschland jeder 100. Mensch freiwillig aus dem Leben.

Die Gründe sind unterschiedlich. Oft sind es schwere Depression, aber auch berufliche Schwierigkeiten, Krankheiten oder Einsamkeit. Häufig gehe es gar nicht um den Wunsch zu sterben, sondern darum, so wie bisher nicht weiterleben zu können, sagen Experten von der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS). Ein Suizid ist laut Experten unabhängig von Alter oder gesellschaftlicher Stellung. Auch viele junge Menschen nehmen sich das Leben.

Ein Selbstmörder lässt nach Studien der Weltgesundheits-Organisation WHO mindestens sechs Menschen fassungslos und leidend zurück. Die DGS spricht deshalb von einem "gesellschaftlichen und gesundheitspolitischem Problem".

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