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Seilsäge durchtrennt die Wände der alten Brücke

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erstellt am 20.Feb.2013 | 10:04 Uhr

Der Abriss der alten Brücke über die Elde-Müritz-Wasser-Straße in Neustadt-Glewe läuft auf Hochtouren. Die Bauarbeiter sind gegenwärtig dabei, die Widerlager und Flügelwände des alten Bauwerks (unterhalb des bereits abgebauten Brückenkörpers) mit zwei Seilsägen zu durchtrennen.

Baubevollmächtigter Dirk Valentin von der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) sagt: "Der Stahlbeton der Lager und Wände wird in einzelne kleine Teile zersägt. Anschließend müssen diese Betonelemente hydraulisch auseinander gedrückt werden. So entstehen kleinere Teile, die später leichter abtransportiert werden können."

Die Widerlager und Flügelwände der alten Brücke lagern an beiden Uferseiten auf den Schleusenwänden. Deshalb müssen die Sägearbeiten besonders sorgfältig sein, damit die Schleuse nicht beschädigt wird. Die künftige Brücke wird sich im Gegensatz dazu nicht mehr auf die Schleusenkammer stützen. Sie wird eine größere Spannweite haben und von den beiden Widerlagern hinter den Schleusenkammern getragen.

Die Bauleute hatten den eigentlichen Überbau der alten Brücke, der von einem Ufer zum anderen ragte, von Ende Januar bis Mitte Februar abgebaut. Jetzt hoffen sie, dass die Sägearbeiten an Widerlager und Flügelwänden unterhalb des ehemaligen Brückenkörpers so schnell wie möglich abgeschlossen werden können.

Ein Problem dabei erklärt Baubevollmächtigter Dirk Valentin: "Beide eingesetzten Seilsägen arbeiten mit Wasserkühlung. Bei länger anhaltendem Frost müssten die Arbeiten unterbrochen werden, weil das Wasser natürlich gefrieren würde und keine Kühlung mehr möglich wäre." Dazu kommt, dass die Mechanik der Sägen erhöhtem Verschleiß ausgesetzt ist, denn es muss immerhin Stahlbeton zersägt werden. Aus diesem Grund werden die Sägearbeiten montags bis freitags vorgenommen. Der Sonnabend wird grundsätzlich genutzt, um die Sägen wieder instand zu setzen oder notwendige Reparaturen durchzuführen.

Dirk Valentin: "Die Witterung hat uns in den letzten Wochen einige Bauzeit gekostet. Wenn das Wetter mitspielt, hoffen wir, dass die Sägearbeiten in 14 Tagen abgeschlossen werden können."

Die Inbetriebnahme der neuen Kreuzungsanlage Schleuse Neustadt-Glewe, so der offizielle Name der Baumaßnahme, ist laut Planung für April 2013 geplant. Die Bauarbeiten kosten insgesamt rund 1,8 Millionen Euro.

Entsprechend einer Vereinbarung teilen sich die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und die Straßenbauverwaltung die Kosten.

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