Rostocker liefern Ausrüstung für Rennstrecke in Vereingten Arabischen Emiraten : SEAR sorgt für Formel-1-Spannung

Bei der SEAR GmbH in Rostock-Schmarl werden derzeit Schaltschränke für die Stromversorgung der neuen arabischen Formel-1-Rennstrecke Yas Island Abu Dhabi produziert. Die ersten 12 sind bereits auf dem Schiff Richtung Vereinigte Arabische Emirate.

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20. Februar 2008, 03:57 Uhr

Rostock - Dass der Auftrag für die Ausrüstung der neuen Formel-1-Rennstrecke an die SEAR GmbH ging, kommt nicht von ungefähr. Die Erbauer setzten auf die hohen deutschen Qualitätsstandards.

In der kommenden Woche werden weitere Schutz- und Steuerschränke per Schiff von Hamburg aus nach Dubai geliefert. Diese sind nur ein Teil der Leistungen des Unternehmens für elektrotechnische Dienstleistungen.

Hauptsäulen sind Energie-, Kraftwerks- und Gebäudetechnik. „Heute gehört SEAR zu den Top Ten der Energiebranche im Bereich des Kraftwerkbaus“, sagt Mayk Wiese, einer der Geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens.

Großaufträge gehören zum Geschäft
Gerade im Kraftwerksneubau sind Projekte mit einem Volumen von 25 bis 30 Millionen Euro keine Seltenheit. So war SEAR verantwortlich für Baustrom und Elektroinstallationspaket im Braunkohlekraftwerk Neurath. Für ein holländisches Steinkohlekraftwerk in Emshaven hält das Unternehmen einen Auftrag. Sollte die Anlage gebaut werden, kämen zu der jetzigen Auftragssumme von 38 Millionen Euro noch 18 Millionen hinzu.

Für das Atomare Zwischenlager KKW Temlin liefert und installiert die Firma die Behälterüberwachung der Castoren. Zum Spektrum der Energietechnik, der künftig einen immer größeren Anteil am Auftragsvolumen einnehmen soll, gehören neben der konventionellen Technik auch der Bereich der regenerativen Energien. SEAR hat einen Auftrag für eine Solar-Ergieanlage in Neustadt Glewe.

Ein wesentliches Standbein ist die Entwicklung der eigenen Steuerungssoftware Isys, die genau auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten ist. Der Anteil am Gesamtumsatz soll sich in den kommenden Jahren auch in diesem Bereich weiter erhöhen.

Deutscher Ansprechpartnerfür Skandinavien„In den vergangenen Jahren konnte sich SEAR zu dem deutschen mittelständischen Ansprechpartner für elektrotechnische Dienstleistungen in Skandinavien profilieren“, erklärt Wiese. Zu den Aufträgen gehören unter anderem die elektrotechnische Ausrüstung eines Baumarktes in Schweden und die Ausrüstung eines Hubschrauber Hangars für die Schwedische Luftwaffe.

Neuer Auftrag für anderthalb Millionen EuroIm Auftrag des schwedischen Bau-Riesen PEAB Sverige AB wird die SEAR GmbH die komplette elektrotechnische Ausstattung eines weiteren Baumarktes in Kalmar in Südschweden liefern. Es ist das dritte größere Projekt in Skandinavien. Von der Beleuchtung über das Datennetz, der Zutrittskontrolle bis hin zur Brandmeldeanlage reicht das Komplettpaket. Der Gesamtwert des Auftrages beträgt etwa 1,5 Millionen Euro. Die ersten Kabel werden Ende Februar verlegt. Spezielle Arbeiten, die nicht zum unmittelbaren Geschäftsfeld gehören, wie zum Beispiel Blitzschutzanlagen, werden auch an regionale Unternehmen vergeben.

Nachwuchssorgen gibt es nichtKünftig soll der Anteil von Ingenieuren im Unternehmen weiter wachsen. „Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der Rostocker Universität und der Fachhochschule Stralsund“, sagt Wiese. Auch die Kooperation mit der Universität für technische Ausbildung in Ho-Chi-Min-Stadt in Zusammenarbeit mit der Uni Rostock trägt zur Nachwuchsgewinnung bei. „Wir haben immer mehrere Praktikanten, die an unseren Projekten mitarbeiten“, so der Geschäftsführer.

Zum Team gehören mehr als 150 Mitarbeiter. „Entwickelt sich das Unternehmen weiter so positiv, wird diese Zahl wachsen“, ist sich Wiese sicher.

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