Portugal: Rotation fast des gesamten Teams : Scolari: Sicherheit statt Risiko

Luiz Felipe Scolari ist ein knallhart kalkulierender Trainer. Das 0:2 gegen die Schweiz als Auslöser für Kopfschmerzen? Nein, nicht für Scolari. Seine persönliche Bilanz lautet: Keine Verletzten, keine Gesperrten, also alles gut gegangen.

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19. Juni 2008, 11:58 Uhr

"Ich übernehme die Verantwortung für diese Niederlage", gab Portugals Coach freimütig zu. Scolaris Nachsatz erklärt seine Denkweise: "Im nachhinein hätte ich besser sogar die ganze Mannschaft ausgetauscht."Acht neue Spieler aus der zweiten Reihe schickte der Trainer gegen die Schweiz aufs Feld. Nur Torhüter Ricardo, Verteidiger Pepe und Linksverteidiger Paulo Ferreira aus der Stammelf standen auf dem Platz. Als Paulo Ferreira sich nach einer halben Stunde gleich eine (dunkel-)gelbe Karte abholte, schickte er bereits die ersten Ersatzspieler zum Warmlaufen und nahm Ferreira noch vor dem Halbzeitpfiff vom Platz. Scolari geht kein Risiko ein. "Wir haben hoffentlich noch einige Spiele vor uns, das muss man berücksichtigen."Ein durch den ständigen Regen tiefer Boden kostet Kraft. Der glitschige Belag könnte Verletzungen verursachen, gerade bei so empfindlichen Spielern wie Bosingwa. Dazu noch die Gefahr möglicher Sperren im Viertelfinale zu viele Risikofaktoren für die Stars wie Cristiano Ronaldo oder Deco. Solari zieht seine Marschrichtung eisern durch, ihm ist es egal, ob ein Cristiano Ronaldo lieber gespielt hätte, damit er seine Torquote aufbessern kann. Dass solche Wechselspiele den Rhythmus einer Mannschaft im Turnierverlauf stören könnte, hält Scolari für eine Mär. Auch bei der Weltmeisterschaft 2006 rotierte der Trainer im letzten Vorrundenspiel gegen Mexiko (2:1) im großen Stil. Anschließend schaltete Portugal Holland und England aus...

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