Schweriner Volleyballerinnen besiegen Tabellenführer Vilsbiburg mit 3:1

von
18. April 2008, 09:33 Uhr

Schwerin - „Ich bin stolz. Die Mädels mussten in letzter Zeit viel einstecken. Dieses Spiel hat gut getan für den Kopf und die Seele“, war der Schweriner Coach Tore Aleksandersen sichtlich erleichtert nach dem Sieg gegen den Spitzenreiter der Volleyball-Bundesliga.

Und dabei fing es ganz und gar nicht gut für seine Mannschaft an. Kein Druck mit dem Aufschlag, die Annahme stand nicht besonders und auch im Angriff war man nicht auf de Höhe. So hatten die Gäste keine Mühe, sich schnell über 10:5, 18:10 und 24:16 abzusetzen. SSC-Außenangreiferin Angela Kryvarot verschlug dann eine Aufgabe und schon stand 1:0 für die Roten Raben. Doch auf einmal ging ein Ruck durch die SSC-Damen und waren hellwach.

Die Aufgaben kamen wesentlich druckvoller, Vilsbiburg offenbarte Schwächen in der Annahme. Die gesamte Schweriner Mannschaft steigerte sich in allen Bereichen, allen voran Angela Kryvarot. Sie zog damit auch ihre Teamkolleginnen mit. Schnell enteilte der SSC über 15:10 auf 24:17. So wie Schwerin noch im ersten Satz die Fehler produzierte, waren es jetzt die Gäste, die nicht mehr viel zustande bekamen. Außenangreiferin Joana Nemtanu verschlug jetzt ihre Aufgabe und es hieß 1:1-Satzausgleich.

Danach entwickelte sich ein spannendes Match. Es wurde um jeden Punkt gekämpft. Zwar führte der SSC mit 7:4, doch ein paar Unkonzentriertheiten brachten auf einmal wieder die Raben mit 9:7 in Front. Doch die Gastgeberinnen ließen sich diesmal nicht aus der Verfassung bringen, wie teilweise in den vergangenen Partien geschehen. Sie kämpften, aber auch der Gegner gab sich nicht geschlagen. So wogte das Spiel hin und her.

Immer wieder kam es zum Ausgleich: 13:13, 20:20, 23:23. Vilsbiburg konnte drei Satzbälle nicht verwandeln. Schwerin benötigte nur einen, da beim 27:26 der Block gut stand. Schwerin zog weiter voll durch, enteilte in Durchgang vier auf 21:16. Zwar wurde es noch einmal eng, die Raben kamen auf 23:24 ran. Doch Angela Kryvarot schlug den Block an und machte damit den verdienten Sieg für die Mecklenburgerinnen perfekt. Danach tanzten sie kurzweilig im Kreis und freuten sich, wie schon lange nicht mehr.

„Ich kenne Tore. Ich wusste, dass dieses Spiel nicht einfach wird. Wir müssen das schnell vergessen und dann am Sonntag versuchen in Wiesbaden Meister zu werden“, sagte Raben-Coach Guillermo Gallardo. Er zeichnete Tina Gollan als beste SSC-Spielerin aus. „Ich fühle mich zwar sehr geehrt, aber ich kann diese Meinung nicht teilen. Für mich war Angy die Beste“, so die 23-Jährige, die an ihre Teamkollegin den Blumenstrauß weiterreichte.

Heute Vormittag machen sich die SSC-Damen auf den Weg nach Suhl. Dort müssen sie morgen um 17.30 Uhr antreten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen