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21. November 2017 | 05:41 Uhr

Schweres Erbe

vom

svz.de von
erstellt am 16.Mär.2012 | 09:05 Uhr

Die quälende Zeit ist vorüber, das politische Drama Wulff hat ein Ende gefunden. Jetzt hat die Bundesversammlung das Wort. Joachim Gauck, sollte er gewählt werden, woran es aber keine ernsten Zweifel gibt, tritt ein schweres Erbe an. Auf ihn warten umfassende Reparaturarbeiten. Sein Vorgänger hat es nicht geschafft, die Scherben des überstürzten Köhler-Rücktritts zusammenzukehren, war mit sich selbst beschäftigt und musste schließlich selber gehen.
Der Bürgerrechtler und Pfarrer muss jetzt das Amt aus den Schlagzeilen führen und Vertrauen zurückgewinnen. Er muss nicht nur die Episode Wulff vergessen machen, sondern das Land in Krisenzeiten repräsentieren und eine eigene Agenda mit Visionen für das Deutschland von morgen entwickeln, ohne dabei zu große Erwartungen zu wecken, die er mangels Kompetenzen nicht erfüllen kann.
Das elfte Staatsoberhaupt sollte ein offener und unbequemer Mahner sein, ohne dabei der Versuchung des Populismus’ oder der eitlen Selbstüberschätzung zu erliegen. Er sollte nicht spalten, sondern Brücken bauen.


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