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20. November 2017 | 07:04 Uhr

Schummelfleisch im Supermarkt - Ein Rückblick

vom

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2013 | 09:38 Uhr

15. Januar dieses Jahres: Die ersten Meldungen zum europaweiten Pferdefleisch-Skandal kommen aus Großbritannien und Irland. Hier wurden in Hamburgern Spuren von Pferdefleisch gefunden.

8. Februar: Laut britischer Lebensmittelaufsicht FSA enthalten als Rindfleisch-Lasagne gekennzeichnete Produkte bis zu 100 Prozent Pferdefleisch. Erste Spuren führen zu einem französischen Hersteller, der Fleisch unter anderem aus Rumänien bezieht.

10. Februar: Die schwedische Lebensmittelaufsicht ermittelt gegen einen Tiefkühlhersteller. In Frankreich nehmen sechs Supermarktketten Lasagne und andere Fertiggerichte aus dem Sortiment. Rumänien untersucht Schlachthöfe, von denen Pferdefleisch kommen soll.

12. Februar: Die britische Lebensmittelaufsicht schließt zwei Fleischverarbeitungsbetriebe in England und Wales. Dort wurde das Fleisch vermutlich zu Burgern und Kebabs verarbeitet. Bisher sind vor allem Fälle in Großbritannien, Irland, Frankreich, Rumänien, Polen, Luxemburg und Schweden bekannt.

13. Februar: Auch in Deutschland tauchen nun Produkte mit falsch deklariertem Fleisch auf. Die Supermarktkette Real ruft eine Tiefkühl-Lasagne mit Anteilen von Pferdefleisch zurück.

14. Februar: Nach Real entdeckt auch Edeka Pferdefleisch in Fertiggerichten, die nur Rind enthalten sollten. In London wird bekannt, dass Fleisch von Pferden, die mit dem Rheumamittel Phenylbutazon behandelt wurden, vermutlich in die Nahrungskette gelangt ist.

15. Februar: Bei der Fahndung nach falsch deklariertem Pferdefleisch wollen die EU-Staaten nun DNA-Tests von verarbeitetem Rindfleisch machen. Außerdem sollen bei Pferdefleisch Rückstände des Medikaments Phenylbutazon aufgespürt werden.

7. März: Knapp drei Wochen nach Bekanntwerden des Skandals sind die Behörden in Deutschland inzwischen in 126 Fällen fündig geworden.

10. April: Erst letzte Woche wurde bekannt, dass der Pferdefleisch-Skandal weitaus größer ist als angenommen. So gelangten 50 000 Tonnen falsch ausgezeichnetes Rindfleisch aus den Niederlanden auf den europäischen Markt. Auch fünf Firmen aus MV wurden mit dem Schummelfleisch beliefert. In Brandenburg sind ebenso viele Betriebe betroffen.

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