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11. Dezember 2017 | 19:45 Uhr

Schon andere mussten den Hut nehmen

vom

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2011 | 07:30 Uhr

berlin | Guido Westerwelle ist nicht der erste FDP-Chef, der auf Grund von Wahlniederlagen seinen Vorsitz auf Grund öffentlichen und innerparteilichen Drucks abgeben musste. Schon Franz Blücher, zweiter FDP-Chef von 1949 bis 1954, musste seinen Hut nehmen. Die Partei machte ihn für herbe Verluste bei den Wahlen von 1953 verantwortlich. Blücher wurde nicht wieder zum Partei-Chef gewählt. Genauso ging es Blüchers Nachfolger Thomas Dehler. Auch ihm wurde eine heftige Wahlniederlage angelastet.

Auch Westerwelles Vorbild Hans-Dietrich Genscher gab den Parteivorsitz 1985 ab. Innerparteilich wurde er für seinen Führungsstil kritisiert. Außenminister blieb Genscher aber noch bis 1992.

In der SPD drehte sich das Chef-Karussell so schnell wie in keiner anderen Partei. Allein seit 1990 verbrauchte die Partei elf Vorsitzende. Ex-Kanzler Gerhard Schröder hielt dabei am längsten durch. Knapp fünf Jahre führte er die SPD an, übergab 2004 den Vorsitz dann aber an Franz Müntefering.

Anders bei der CDU: Vor Bundeskanzlerin Angela Merkel gab es gerade sechs Partei-Chefs seit 1950. Einen prominenten Rückzug vom Amt kam hierbei vom jetzigen Finanzminister Wolfgang Schäuble. Im Rahmen der Spendenaffäre musste er 2000 sein Amt als Parteichef aufgeben.

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