Schöne Touren in ganz Mecklenburg

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12. Juli 2012, 06:55 Uhr

Heike Wittenburg, Plau: Hallo, ich möchte eine Radstrecke empfehlen, die oft quer durch den Wald und dicht am Wasser entlang führt. Ich meine die Radstrecke um den Plauer See. Die Strecke ist ca.56 km lang. Start Plau entlang auf dem Radweg neben der Bundesstraße 103 bis Kreuzung Karow. Rechts zum Karower Meiler (info-Zentrum ). Weiter Radweg bis zum Zeltplatz Alt Schwerin. Auf dem Zeltplatz weiter bis Alt Schwerin (Museum), weiter Lenzer Krug (Badestrand), Zislow (Zeltplatz), Bad Stuer (Bärenwald), dicht am See entlang. Die Tour weiter im Wald mit Wasserblick bis Plau-Appelburg, dort aus dem Wald raus und Seepromenade entlang.Über Zeltplatz, an der Badeanstalt vorbei zur Plauer Hafenpromenade. Am Ausgangspunkt angekommen.
Radstrecke in Wald und am Wasser naturbelassen und meist nur eine Fahrspur. Aber Natur pur, sehr schön.

Dirk Zoll, Güstrow: Fahrradtour Mecklenburger Seenplatte: Vom Nordufer des Krakower Sees in Richtung Zerrann zum Naturschutzgebiet Nebeldurchbruchtal. Besuch der Wasser-Mühle in Kuchelmiss mit der Heimatstube, dann weiter nach Dobbin, von dort aus nach Glave zum Krakower Obersees, weiter nach Besichtigung der Hub-Brücke und des Stadtkerns durch den Naturpark Nossentiner Schwinzer Heide, nach einer Pause zur Stadt Malchow mit Besichtigung des Klosters und zur Stadt Waren Müritz. Zum Schluss zurück nach Krakow am See.

Annamaria Düvel, Güstrow: Ich möchte Ihnen eine schöne Radtour um den Inselsee bei Güstrow vorstellen: Beginn in Güstrow am Markt, über die Goldberger Straße nach Gutow, dort weiter nach Ganschow. Von dort Richtung Badendiek, weiter nach Bölkow und Mühl Rosin, am Inselseestrand entlang weiter bis zum Forsthaus und über die Plauer Chaussee und Plauer Straße zurück zum Markt. Die Tour ist recht anspruchsvoll, weil sie etliche Steigungen enthält. Es gibt aber Rastmöglichkeiten zwischen Badendiek und Bölkow beim sog. Obsthof, in Bölkow in den dortigen Bauernstuben und am Inselsee entweder in der Grenzburg oder beim Kurhaus. Die Länge der Tour ist ca. 30 km.

Eine weitere sehr schöne Strecke führt entlang des Güstrow-Bützow-Kanals nach Bützow. Von dort kann man entweder mit der Bahn zurück fahren oder die gleiche Strecke zurück fahren. Diese Tour ist im Übrigen ein Teil der Strecke Berlin-Kopenhagen. Und sie ist komplett anspruchslos, weil ohne jedwede Steigung. Allerdings könnte man weiter nach Schwaan fahren, dann wird es anspruchsvoller, und von dort mit der S-Bahn zurück nach Güstrow.

An der Ostsee ist meine Lieblingsstrecke von Ahrenshoop zum Darßer Leuchtturm und über Prerow und am Bodden zurück nach Ahrenshoop. Diese Strecke ist ohne nennenswerte Steigungen, aber über 40 km lang, erfordert also schon geübte Radler. Es gibt aber in allen Orten Möglichkeiten zur Einkehr und Erholung.

Und ein letzter Vorschlag ist die kleine Route um den Krakower Untersee: Man beginnt in Krakow am Marktplatz und radelt Richtung Campingplatz, weiter über Seegrube bis nach Serrahn. Von dort am Golfplatz mit Golfhotel vorbei bis nach Neu Dobbin (Achtung: den Abzweig nicht verpassen, sonst verfehlt man die „kurze“ Strecke). Von Neu Dobbin geht es wieder Richtung Krakow, die Bootshäuser Am Wadehäng bleiben rechter Hand. Der Radweg führt neben der Kreisstraße direkt wieder zurück zum Marktplatz in Krakow. Wenn man an den Bootshäusern vorbeiradelt begibt man sich auf einen nicht befestigten Nebenweg direkt am Krakower See entlang, der nicht ganz einfach zu befahren ist und kommt beim Seehotel wieder auf die Uferpromenade. Die Route ist wegen der vielen Steigungen nicht ganz anspruchslos, aber im Golfhotel, fast genau in der Mitte, gibt es eine Möglichkeit zur Rast. Länge der Tour ca. 18 km


Ingrid Riedl, Zarrentin am Schaalsee: Start der Tour: in Zarrentin am Schaalsee ab dem Kloster- und Kirchenensemble - es geht am Schaalseeufer entlang bis zum Badestrand und durch die Wolfsschlucht bis zur Lassahner Chaussee - weiter geht es auf dem Fahrradweg bis nach Bantin - von Bantin geht es über Boissow nach Neuhof (hier sind eine Erfrischung und ein Imbiss in der Schlossgaststätte des Neuhofer Schlosses zu empfehlen) - von Neuhof geht es weiter nach Neuenkirchen (auch hier kann sich der Radfahrer in der Gaststätte „Haus am See“ erholen und stärken) - weiter geht die Tour vorbei an der Elfenschule und der alten Neuenkirchner Dorfkirche durch eine liebliche und abwechslungsreiche Landschaft nach Lassahn (hier lohnt sich ein Abstecher ins Dorf zur Lassahner Kirche, die architektonisch sehr interessant ist, denn sie ist sowohl ein Fachwerkbau als auch ein Feldsteinbau aus dem 12. Jh.) - von Lassahn lohnt sich ein Abstecher auf die Insel Stintenburg (im Brückenhaus kann sich der Radfahrer stärken) - ein romantischer Weg durch den Wald führt den Radfahrer nach Techin,in ein altes Dorf, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Der Besucher kann sich an wunderschönen alten reetgedeckten Fachwerkhäusern und Scheunen erfreuen - ab Techin geht es dann auf einem neugebauten Radweg zurück nach Zarrentin (hier kann sich der Radler an mehreren Gaststätten am See mit Blick auf den 71,5 Meter tiefen Schaalsee von seiner Tour erholen) - ich finde die Tour wunderschön und empfehlenswert ,denn dabei kann man sich richtig erholen und unsere abwechslungsreiche Natur genießen. Wenn man Glück hat, kann man Kraniche und Seeadler beobachten.


Norbert Höfs, Schwerin: Start: Zippendorf, Ziel : Pinnower See / Steinerner Tisch, zurück über Godern – Pinnow , Rabensteinfeld nach Schwerin-Zippendorf.
Zunehmend fallen einige Ausflugsziele in der Umgebung von Schwerin in Vergessenheit, so auch der Steinerne Tisch am Pinnower See. Früher ein beliebtes Ausflugsziel, ist dieser verwunschene Ort fast schon vergessen. Die Wege sind schon ein wenig zugewachsen und nur ein paar Wanderer verirren sich noch hierher, auf dem Weg um den Pinnower See. Seit wann es den Tisch dort gibt, weiß niemand so genau und nur ein altes gefundenes Bild einer Postkarte zeigt, wie es dort um 1900 ausgesehen haben muss. Es gibt eine Sage, wonach der Großherzog dort mit dem Teufel Karten gespielt hat und der Großherzog seinen guten Geist, das Petermännchen, aus dem Schweriner Schloss mitgebracht hatte. Das Petermännchen hatte die Aufgabe, aufzupassen, dass der Teufel nicht schummelt. So kam es, das der Großherzog das Spiel gewann und der Teufel vor Wut, auf den Tisch schlug, der daraufhin augenblicklich zu Stein erstarrte.
Der Pinnower See gehört zum Trinkwassereinzugsgebiet der Stadt Schwerin, deswegen sind dort auch keine Motorboote erlaubt. Er ist sehr sauber und liegt mit seiner Wasseroberfläche unter der des Schweriners Sees.

Im Bereich der beiden Seen, liegt die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee, der Höhenunterschied beträgt 10 m! Der Schweriner See ist an der kürzesten Stelle nur 800 m entfernt. Man vermutet, dass es vor ca. 2000 Jahren hier um die Stelle des Tisches eine kleine befestigte Siedlung gegeben haben könnte. Die gute Lage am See, mit dem schützenden Wald, war ideal für eine Siedlung und bot ausreichenden Schutz für die Menschen, der Wald lieferte Holz und Wild und die zahlreichen Quellen, die den Pinnower See speisen, gutes und sauberes Trinkwasser, der See bot einen immensen Fischreichtum. Es gibt rund um den See zahlreiche Badestellen und in Godern befindet sich eine Badestelle mit Bootsverleih. Wer genug Kraft hat, kann die beiden im See befindlichen Inseln Fischerwerder und Flakenwerder mit dem Boot besuchen oder einfach nur umrunden. Der See hat auch im Wald zahlreiche gute Badestellen, man beachte aber, dass der Grund schon nach wenigen Metern, steil abfällt. Der See ist bis zu 16 m tief, die Ausdehnung beträgt ca. 3 x 2 Kilometer.


Die Tour beginnt in Zippendorf und führt direkt am Schweriner See entlang nach Schwerin-Mueß mit dem dortigen Freilichtmuseum, von dort geht es weiter zur Burgruine Reppin und weiter zum Störkanal, zur ehemaligen Gaststätte „Zur Fähre“ die eine lange Tradition hat, denn am schon am 3.November überquerten dort im Jahr 1806 die völlig erschöpften und stark dezimierten preußischen Truppen unter General Blücher die Stör, mit der dortigen Fähre. Dabei sahen Sie sich ständigen Attacken Ihrer französischen Verfolger ausgesetzt, die unter dem Befehl des Marschalls Bernadotte standen. Nach der Querung der Brücke über die Stör geht es weiter über Rabensteinfeld in Richtung Leezen, Godern. Nach ca. 4 km überquert man die dortige Autobahn A 14 in Richtung Godern und biegt gleich danach rechts ab und fährt ca. 2 Km wieder in Richtung Schwerin, neben der Autobahn her. Am Ende des Teerweges, kommt man in das Waldgebiet um den Pinnower See, der Wald fällt teilweise sehr stark ab.


Ein halbwegs guter Weg, man sollte schon festes Schuhwerk haben, direkt zum Steinernen Tisch, dort gibt es auch eine kleine Wetterhütte und eine stetig sprudelnde Quelle, die herrliches frisches Wasser liefert. Wer möchte kann den dortigen Tisch aus Stein benutzen um seine „Brotzeit“ einzunehmen. Ein Foto sollte unbedingt geschossen werden, denn man kommt hier bestimmt nicht so oft hin. Vom Platz am Tisch geht es weiter nach Godern, den Wald verlässt man dann direkt an der dortigen Badestelle mit dem Bootsverleih und einem Kiosk. Dort befindet sich auch der Fischverkauf und wer möchte kann sich noch für die Rücktour mit etwas geräuchertem Fisch versorgen. Von Godern geht es weiter nach Pinnow und über die Straße an den Sommerhäusern wieder zurück nach Schwerin.

Helga Binder, Schwerin: Von Schwerin aus durch Niederungsmoore mit ihrer typischen Vegetation zum beliebten Ausflugsziel Dümmer See. Ausgangspunkt: Schloss am Schwerin See bzw. Stadtmitte. Tourenlänge: 47 km, Schwerin – Klein Rogahn – Stralendorf – Dümmer See 18 km, Fahrzeit: 4 Stunden, Höhenunterschiede: geringfügig


Tourenbeschreibung: Vom Schloss zum Ostorfer See, dort entlang der Bahnlinie nach Görries, weiter auf der Rogahner Straße zum Fasanenhof und nach Klein Rogahn. Weiter nach Groß Rogahn und Stralendorf. Dabei durchqueren wir ausgedehnte Moorgebiete, die sich in den Niederungen beidseitig unseres Weges befinden. Östlich sind es große Niederungsmoore, wogegen die westlich gelegenen Moore noch typische Hochmoorvegetationen aufweisen. Diese zweitgrößten Moorvorkommen Mecklenburgs stehen unter Naturschutz. Am Rande des Reservats wird noch heute Torf abgebaut. Eine artenreiche Flora und Fauna ist anzutreffen. Der Kranich breitet hier ebenso wie der Flussregenpfeifer, Sonnentau und Sumpfporst blühen auf dem üppigen Schwingrasen.


Von Groß Rogahn kann man einen Abstecher in Richtung Grambow unternehmen, um einen umfassenden Eindruck von dieser Moorlandschaft zu gewinnen. In Stralendorf ist die Dorfkirche, ein Feldsteinbau des 15. Jahrhunderts sehenswert. Sie birgt eine von Säulen getragene Herrschaftsempore (1754) und die Grabkapelle der Familie Schack.


Von Stralendorf aus folgen wir der Straße nach Walsmühlen. Am Ortsausgang die große steinzeitliche Grabanlage beachten, die rechter Hand der Straße liegt. Mit einer Länge von 125 m ist sie die größte in Mecklenburg. An der Abzweigung der Straße nach Zülow können wir zwei mit Buchen bestandene Flügelgräber aus der Bronzezeit entdecken. In Walsmühlen wird die Sude überquert, an dieser Stelle befand sich einstmals eine bedeutende Wassermühle. Bald danach erreichen wir rechts abbiegend über Dümmerhütte das Dorf Dümmer. Der Campingplatz liegt 1,5 km entfernt am Südwestende des Dümmer Sees.


Bärbel Schmidt, Pokrent: Abfahrt und Zielpunkt ist für mich Pokrent, die Strecke führt über Neuendorf, Wakenstädt, Gadebusch, Reinhardtsdorf, Bendhof, Rosenow und Lützow.
Sehenswürdigkeiten: Neuendorfer Moor (Stiefel erforderlich), Kirche in Pokrent, Stadtkirche in Gadebusch (Führung nach Anmeldung möglich), Museumsanlage mit Schloss, Schwedenschlachtdenkmal von 1712, Schloss und Park in Lützow, Theodor-Körner-Denkmal im Rosenower Wald, Rosenzuchtanlage in Lützow.
Gastronomie: der Grieche, Eiscafé, Zum Schwedenkönig, De Klönstur (alle in Gadebusch), Gaststätte in Neuendorf, die Scharfe Kurve in Lützow, De oll Dörpschaul in Rosenow.
Streckenlänge ca. 30 km. Die Tour bietet sich ebenfalls für die Radler an, die mit der Bahn bis und ab Lützow fahren (aus oder in Richtung Schwerin).

Inge Strake, Consrade: Beginnend am Schweriner Schloss geht es durch den Schlossgarten zum Franzosenweg. Den Franzosenweg immer entlang bis zum Zippendorfer Strand. Von dort durch den Wald. Dann kurz die Straße entlang (ist auch ein Radweg) am Netto in Mueß vorbei bis zum Freilichtmuseum. Nach der Rast Richtung Westphal. Nach einem leckeren Eis auf zum Störkanal. Immer an der Stör entlang geht es bis Plate. Von hier aus kann man mit dem Zug wieder zurück nach Schwerin fahren. Bis hier sind es etwa 12 bis 15 km. Immer an der Stör entlang kann es weiter gehen bis nach Banzkow. Von dort über Hasenhäge zurück nach Schwerin.

Ottmar Krüger, Hagenow: Eine gern von uns gefahrene Rundtour beginnt in Laave. Über Tripkau und Bohnenburg zur Elbe. Dann auf dem Elbe-Radweg entlang: Strachau, Laake, Herrenhof. Hier hat man einen wunderschönen Blick über die Elbe auf Hitzacker.
Weiter nach Bitter, Rassau und Privelack. Hier den Elbe Radweg verlassen und über Stixe zurück nach Laave! Unterwegs laden auch gemütliche Gastlichkeiten ein! Bei gemütlichem Tempo knapp 3 Stunden!

Der Extratipp von Johannes Adler, Hamburg: Mit großer Freude habe ich Ihren Artikel vom Sonnabend 7./8. Juli 2012 gelesen und möchte Ihnen einige Radtouren rund um Malliß in der Griesen Gegend vorstellen und zum Gelingen Ihres Vorhabens beitragen. Seit nunmehr fast 20 Jahren bin ich Jahres- und Urlaubscamper auf dem Campingplatz „Am Wiesengrund“ in Malliß und bin hier auch als leidenschaftlicher Radfahrer und Wanderer unterwegs. Insbesondere interessant ist hier das Altbergbaugebiet Malliß/Conow sowie die Rundwanderungen zum Töpferhof/Hohenwoos, Dorfrepublik Rüterberg, Dömitz mit Abstecher zu den Schmölener Binnendünen, Karenzer Aussichtsturm, etc. Einige meiner schönsten Radwandertouren rund um den Campingplatz habe ich im kostenlosen Rad-/Wanderportal http://www.gps-tour.info/ unter dem Suchwort "Malliß" veröffentlicht. Ebenso finden Sie einige Veröffentlichungen von mir auf der Internetseite http://www.malliss.com auf der Seite Freizeit und Tourismus.

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