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23. November 2017 | 06:40 Uhr

Schneise der Verwüstung

vom

svz.de von
erstellt am 04.Jun.2013 | 07:55 Uhr

Die Bilder sind erschütternd. Land unter in weiten Teilen Deutschlands. Die Jahrhundertflut und ihre Naturgewalt zerstören Städte und ganze Landstriche, töten, berauben Menschen ihrer Existenz. Das genaue Ausmaß der Schäden und die Kosten für den Wiederaufbau lassen sich noch längst nicht abschätzen.

Schließlich steigt der Wasserpegel mancherorts noch immer, und einigen Regionen steht die große Flut erst noch bevor. Die Botschaft der Kanzlerin bei ihrem Besuch in den Katastrophengebieten: Wir lassen uns nicht unterkriegen. Angela Merkels Solidaritätsvisite ist sicher ein wichtiges Sig nal für die Betroffenen. Doch weitaus wichtiger ist schnelle umfassende Hilfe. Nicht wenige stehen nach der Rekordflut von 2002 nun zum zweiten Mal vor dem Nichts. Die von Merkel angekündigte 100-Millionen-Soforthilfe ist da ein erster wichtiger Schritt und Hoffnungsschimmer. Doch dürften ganz andere Summen notwendig sein, um die Not zu lindern, den Wiederaufbau und die Sanierung auch nur annähernd zu bewältigen. Um die tiefe Schneise der Verwüstung wieder zu beseitigen, die die Flut 2002 hinterlassen hatte, waren mehrere Milliarden Euro notwendig.

Der Einsatz, die Solidarität und die Besonnenheit der Hilfskräfte wie der Betroffenen sind bewundernswert und unbezahlbar. Zigtausende demonstrieren Tag und Nacht eindrucksvoll, dass das oft gezeichnete Bild der kalten Ego-Gesellschaft, in der Zusammenhalt und Mitgefühl immer mehr verschwinden, so nicht stimmt. Politiker aus Bund und Ländern müssen jetzt den Worten Taten folgen lassen, dürfen es nicht bei Ankündigungen vor den Kameras belassen, sondern sollten auch nach den Wahlen zu ihren Versprechen stehen.

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