Schildbürgerstreich

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28. September 2010, 09:19 Uhr

Wo Schilder stehen, sind sie Gesetz. Und ist eine Straße auf 7,5 Tonnen begrenzt, darf sie nicht mit schwereren Fahrzeugen belastet werden. Damit haben die Anwohner vom Berger Lindenplatz jetzt ein Problem. Allein ein Müllfahrzeug wiegt schon im leeren Zustand 16 Tonnen. Gefüllt kommen da gut und gern noch mal 12 bis 13 Tonnen hinzu. Und die Mülltonnen müssen jeden Monat geleert werden. Wir haben jetzt Herbst, die Heizperiode hat begonnen, da braucht so mancher neues Heizöl. Wie aber anliefern lassen über eine derart begrenzte Straße? Es mag schon sein, dass die Anwohner vor dem Bau darauf verwiesen wurden, dass es sich um eine Anliegerstraße handelt. Doch das heißt nicht zwangsläufig Tonnagebegrenzung. Anliegerstraßen sind in Deutschland vielmehr als öffentliche oder private Erschließungsstraßen ausgewiesen, die hauptsächlich für den Zugang oder die Zufahrt zu den an ihr gelegenen Grundstücken dient. Und Zufahrt sollte ja wohl die Ver- und Entsorgung einschließen. Ansonsten wäre es wirklich ein Schildbürgerstreich.

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