Schaufenster der Elektromobilität

Brandenburg und Berlin wollen bundesweit Spitzenreiter werden

svz.de von
26. Juni 2016, 12:30 Uhr

Brandenburg strebt bei der Elektromobilität bundesweit einen Spitzenplatz an. Mit Berlin gehört die Mark zu einem der vier sogenannten Schaufenster Elektromobilität. Ziel ist es, Arbeitsplätze zu schaffen und die Energiewende voranzutreiben.

Erste Erfolge der Energiestrategie in Brandenburg zeigen sich bereits. Zwar gab es Anfang dieses Jahres nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes in der Mark nur 426 Autos mit Elektroantrieb. Das waren aber 40,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Mit einem Plus von 70,2 Prozent auf 1445 Elektroautos hatte nur Berlin im bundesweiten Ranking einen höheren Zuwachs.

An einer Energiewende arbeiten in der Region Berlin-Brandenburg mehr als 100 Unternehmen, wissenschaftliche und politische Einrichtungen.

Brandenburgs Landesregierung will die elektromobile Entwicklung mit eigenen Initiativen voranbringen, wie das Wirtschaftsministerium in Potsdam mitteilte. Ideen dazu lieferten Experten auf zwei Tagungen, mit denen das Projekt „E-mobiles Brandenburg“ aus der Taufe gehoben wurde. Eine Zukunftswerkstatt soll folgen, ebenso ein Expertengremium. Angekündigt wird darin eine „Mobilitätsstrategie 2030“, mit Vorhaben für die nächsten rund 15 Jahre.

Die Elektromobilität soll auch mit einer neuen „Förderrichtlinie Mobilität“ des Infrastrukturministeriums unterstützt werden. Das Ziel: die Kohenlendioxid-Emissionen verringern, sowie den Fahrrad- und öffentlichen Personennahverkehr fördern. Die Richtlinie, die das Land mit 34 Millionen Euro bis 2020 finanziert, soll im Juli in Kraft treten. Gefördert werden sollen zum Beispiel der Bau neuer Radwege, Parkhäuser oder abschließbare Boxen für Fahrräder an Bahnhöfen.

Das neu aufgelegte Programm „RENplus“, das mit 92 Millionen Euro durch die EU und mit 23 Millionen vom Land ausgestattet ist, dient ebenfalls der Elektromobilität. Gefördert werden vor allem die bessere Energienutzung in öffentlichen Gebäuden, intelligente Stromverteilungsnetze und die Minderung des Kohenlendioxid-Ausstoßes.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen