Schafherde unternahm kurzen "Spaziergang"

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30. Januar 2008, 10:40 Uhr

Groß Görnow - Offensichtlich wurde gestern selbst hart gesottenen Mutterschafen das nasskalte Januarwetter zu viel. Kurzerhand folgten alle 600 Tiere der Herde ihrem Leitschaf. Sie machten sich über eine Lücke im Weidezaun selbstständig zurück in den Groß Görnower Stall. Dies jedenfalls vermutet der Besitzer der Herde, der Groß Radener Landwirt Hans Diede-richs, der über den nicht geplanten Ausflug seiner Tiere wenig erbaut war. Glücklicherweise passierte jedoch nichts, die Kraftfahrer verhielten sich rücksichtsvoll und die Tiere suchten nach der Überquerung der Warnowbrücke bald wieder einen Weg ins Grüne.

2 000 Mutterschafe der Rasse Schwarzköpfiges Fleischschaf nennt der Chef der Landwirtschaftsgesellschaft Groß Raden, Hans Diederichs, sein eigen. Noch vor vier Jahren waren es nur 1 400 Exemplare. Seither hat die Landwirtschaftsgesellschaft ihren Bestand kräftig erweitert. Neben den Mutterschafen gehören übrigens auch noch 900 Lämmer zur Herde. Sie werden vermutlich in der Mehrheit beim kommenden Osterfest als Osterlämmer verspeist. Ihr Schlachtgewicht ist dann 40 bis 45 Kilogramm. Und verkauft werden sie von der Landwirtschaftsgesellschaft an Schlachthöfe oder in Direktvermarktung, denn „immer mehr Kunden auch in unseren Breiten kommen auf den Geschmack dieses zarten, wohlschmeckenden Fleisches“, freut sich Diederichs. „Nach Ostern erwarte ich erneut die Geburt von bis zu 1500 Lämmern. Dann füllt sich unser Stall erst richtig“, kündigt er an.

Zur ertragreicheren Fleischproduktion nutzt der erfahrene Groß Radener Landwirt übrigens auch Böcke anderer Rassen zur Kreuzung, beispielsweise die der Rassen Suffolk und Ile de France.

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