Sarrazins Speiseplan

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30. Januar 2009, 07:17 Uhr

Berlin | Es war im Februar 2008, als Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) mit seinem "Hartz-IV-Menü" die Gemüter erregte. Sogar für 3, 76 Euro am Tag könne man sich "völlig gesund, wertstoffreich und vollständig" ernähren, hatte er gesagt, mit knapp 4,40 Euro sowieso. Das rief Kritiker auf den Plan. Nicht nur Erwerbslosen-Initiativen und Wohlfahrtsverbände schrieen empört auf. Auch Sarrazins Parteifreunde waren wenig begeistert. Nicht zuletzt, weil die vermeintlich gutmütigen Tipps von einem einschlägig Besserverdienenden kamen. Die Niedersachsen Kurt Meier und Uwe Glinka springen mehr als eineinhalb Jahre später nicht auf Sarrazins Pferd. Sie wollen Hilfe in einer Notlage geben, nicht sagen: "Also, geht doch." Ihr Kochplan funktioniere schließlich nur, wenn man wirklich täglich selber kocht und nur bei Discountern einkauft.

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