Sicherheit auf der Hanse Sail : Sail-Streife im Dauereinsatz

Für die Sicherheit der Besucher sorgen Polizeibeamte aus Schwerin, die regelmäßig den Kai ablaufen.

Für die Sicherheit der Besucher sorgen Polizeibeamte aus Schwerin, die regelmäßig den Kai ablaufen.

Verhältnismäßig wenige Unfälle, aber mit Verletzten. Ruhige See und Verkehr als Schwerpunkt

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08. August 2015, 10:02 Uhr

Durch Verkehr auf den Straßen und dem Wasser sowie die großen Besucherströme bietet die Hanse Sail auch Konfliktpotenzial – Unfälle, Diebstähle oder Auseinandersetzungen.

Diese Sail scheint aber in die Fußstapfen der letzten zu treten. Yvonne Hanske, Sprecherin der Polizei, und Hartmut Richter, Sprecher der Wasserschutzpolizei, ziehen eine positive Bilanz für den Start der Silver-Sail. „Bisher war es ruhig“, sagte Hanske gestern. Am Donnerstag waren noch wenige Besucher da. „Es gab keine einzige Straftat“, so die Sprecherin. Kurzzeitig vermissten Eltern ihren neunjährigen Sohn. In weniger als einer halben Stunde brachten Polizisten sie wieder zusammen. Die Beamten sind gerade auf solche Fälle eingestellt, haben die mobile Wache auf Höhe der Fischerbastion, bestreifen in Uniform das Gelände, um gut erkenn- und so ansprechbar zu sein. Auch in Warnemünde, Markgrafenheide und Hohe Düne sind Polizisten im Dauereinsatz. Gerade dort wurde schnell die Regulierung des Sail-Verkehrs zur Aufgabe. „Hohe Düne ist dicht“, sagt Hanske, „es gibt keinen einzigen Parkplatz mehr“. Warnemünde und der Stadthafen zogen nach. Die Polizei ist dort entsprechend gut aufgestellt. Schwerpunkt wird auf der Sail erfahrungsgemäß der heutige Tag.

Gestern blieb es bei verhältnismäßig wenigen Vorkommnissen für das Verkehrsaufkommen: Es gab zum Beispiel gegen 10 Uhr einen Unfall Höhe Kabutzenhof zwischen einem Lkw und einem Pkw. Dessen Fahrerin kam verletzt ins Krankenhaus. Gegen 13.30 Uhr stießen auf der L 22, Höhe Speicher, ein Radfahrer und ein Pkw zusammen. Der Radler kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Wenig später kollidierten dort auch ein Transporter und ein Pkw. Ruhiger war es noch bei der Wasserschutzpolizei. Täglich sind für die Sail 50 Kollegen im Einsatz, „um die Sicherheit im See- und Schiffsverkehr zu garantieren“, so Richter. Sie begleiten mit 13 Booten größere Ausfahrten, schaffen freie Fahrrinnen, sichern aber auch das Einfahren der Kreuzliner und Fähren. „Wir wirken regulierend, beobachten, ob Sportboote zu schnell fahren“, zählt Richter auf. Bislang musste nur kurz gesperrt werden, um den Kreuzliner „Costa Favolosa“ sicher an den Terminal zu begleiten. Was es mit einer, allerdings „nicht bekämpfungswürdigen“, 500 mal 200 Meter großen Wasserverfärbung Höhe Schmarl auf sich hat, wurde bis gestern noch ermittelt.

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