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17. November 2017 | 22:29 Uhr

Russische TV-Teams berichten

vom

svz.de von
erstellt am 21.Feb.2012 | 08:17 Uhr

Rostock | Vier Fernsehteams, Vertreter einer Nachrichten- und einer Internetagentur aus dem Baltikum drängten sich gestern auf der Baustelle. Die Journalisten waren extra für die Bergung der Panzerreste aus Russland und der Ukraine angereist. Der Fund von Panzerteilen am Warnowufer sorgte international für Aufsehen. Der staatliche Fernsehsender Rossija 1, der Sender Zvezda (Stern) und eine staatliche russische Presseagentur waren darunter. Die Russen waren von dem Fund nicht weniger fasziniert als die Rostocker. "Das war für uns eine sehr große Überraschung, als wir die Nachricht bekommen haben, was in Rostock gefunden wurde. Sowas passiert nicht jeden Tag", sagt Vladimir Kukin. Er ist der Leiter der Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit der russischen Föderation in Deutschland. Die russische Botschaft hatte sich schon kurz nach dem Fund des T-34 am 17. November bei der Stadt gemeldet und eine erste Anfrage gestellt. Besonders wichtig war es der Botschaft, ihre gefallenen Landsleute zu identifizieren. Das Archivmaterial zum zweiten Weltkrieg sei umfangreich und so hätte sich präzise feststellen lassen, wer zur Besatzung des Panzers gehört hat. So seien fünf Männer zwischen 20 und 31 Jahren - ein Kommandeuer, ein Fahrer und Mechaniker, ein Funker, ein Richtschütze und einem Ladeschütze - an Bord des Panzers gewesen. Einige Verwandte, wie die Tochter des Fahrers Rima Vasilievna Kilina konnten ausfindig gemacht werden. Heute ist Kilina eine ältere Frau. "Wir haben Kontakt zu ihr aufgenommen, wo ihr Vater verstorben war, wusste sie nicht, umso größer war die Überraschung", sagt Kukin. Ihrem Vater so wie drei anderen Besatzungsmitgliedern ist posthum der Orden des Vaterländischen Krieges zweiten Grades verliehen worden. Im Falle des Ladeschützen Andrey Kasianovich Gusev liegen noch nicht alle Unterlagen vor.

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