Rund um den blitz

svz.de von
11. Juli 2012, 04:05 Uhr

Das Wort Blitz stammt aus dem indogermanischen „bhlei“, übersetzt leuchten. Ein Phänomen, das die Menschheit von Anfang an beschäftigte. Bei den Römern wurde ein Blitz der Laune Jupiters, bei den alten Griechen Zeus und bei den Germanen Thor zugeschrieben. Erst im Jahr 1752 bewies der Amerikaner Benjamin Franklin, dass der Blitz eine elektrische Entladung ist und erfand den Blitzableiter.

Blitze haben ihren Ursprung in Gewitterzellen. Im Zentrum der Gewitterzelle, die einen Durchmesser von mehreren Kilometern erreichen können, herrscht starker Aufwind, der für die Trennung in positive und negative Ladungen, die die Blitze verursachen, verantwortlich ist.

Im Blitzkanal dehnt sich die aufgeheizte Luft blitzschnell aus und verursacht eine Druckwelle. Die dabei auftretenden Schallwellen sind als Donner zu hören. Weil die Schallgeschwindigkeit geringer ist als die des Lichts, ist der Donner erst nach dem Blitz zu hören. Wenn der Donner sofort auf den Lichtblitz folgt, ist das Gewitter in unmittelbarer Nähe.

Immer wieder werden auch Menschen vom Blitz getroffen. Rund ein Drittel überleben nicht. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sterben im Jahr etwa zehn Menschen.

Lebensgefahr besteht, weil ein Blitzschlag eine Stromstärke bis zu 40000 Ampere erreichen kann und die Luft im Blitzkanal rund 30 000 Grad heiß wird. Jedes Jahr werden in Deutschland nach Angaben des DWD 40 bis 50 Menschen direkt oder indirekt von einem Blitz getroffen, einige tödlich.

Verhaltensregeln beim Gewitter: Schutz in Gebäuden oder Fahrzeugen suchen. Hügel und Höhenzüge meiden, nicht im Wasser stehen oder Schwimmen, nicht in der Nähe von Bäumen, Masten oder Türmen aufhalten. Füße zusammenstellen, in die Hocke gehen, Arme am Körper halten und den Kopf einziehen. Nicht hinlegen, sondern den Kontaktbereich zum Boden minimieren.

Bei einem Gewitter sollten Radfahrer sofort absteigen und sich vom Fahrrad entfernen.

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