Rügens Kreideküste bröckelt - zwei neue Abbrüche

Blick auf zwei neue Abbrüche an der Kreideküste auf der Insel Rügen, aufgenommen am Freitag nahe Jasmund.
Blick auf zwei neue Abbrüche an der Kreideküste auf der Insel Rügen, aufgenommen am Freitag nahe Jasmund.

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11. Januar 2008, 06:19 Uhr

Sassnitz - Rügens Kreideküste bröckelt. An zwei nebeneinanderliegenden Stellen stürzten erneut Kreide- und Gesteinsmassen in die Tiefe, wie Michael Weigelt vom Nationalparkamt Jasmund am Freitag der dpa sagte. Rund 1000 Kubikmeter Steilküste der Ostseeinsel in Mecklenburg-Vorpommern seien dabei jeweils abgebrochen. Als Ursache gilt der ungewöhnlich niederschlagsreiche Sommer 2007.

Ein Großteil des Wassers steckt nach Angaben Weigelts noch immer im Boden. „Frosttemperaturen lassen das Wasser gefrieren, das dann seine zerstörerische Kraft entfaltet.“ Nach mehreren Abbrüchen im Sommer war zuletzt im Dezember ein Stück der Küste abgerutscht. Die 13 Kilometer lange Kreideküste mit dem Königsstuhl zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Insel Rügen.

Die neuen Abbrüche liegen am Wissower Ort in der Nähe der Wissower Klinken. Die Klinken waren im Februar 2005 mit rund 50 000 Kubikmetern Kreide spektakulär ins Meer gestürzt. Das Nationalparkamt rechnet bei den wechselnden Temperaturen mit weiteren Abbrüchen. Spaziergänger sollten deshalb an der Steilküste besonders vorsichtig sein und nicht zu nah an die Abbruchkante herangehen, sagte Weigelt.

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