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Rostocker bauen Hafen für Containerschiffe in Vietnam

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erstellt am 28.Nov.2011 | 07:54 Uhr

Rostock/Ho-Chi-Minh-Stadt | Unter Federführung Rostocker Ingenieure und Bauplaner der Inros Lackner AG ist in Vietnam ein Containerhafen für Schiffe gebaut worden. Am Donnerstag werde der Umschlagplatz Cai Mep in der Nähe der zweitgrößten Stadt des Landes, Ho-Chi-Minh-Stadt, in Betrieb genommen, teilte das Unternehmen gestern mit.

Weltweit größte Frachter legen an

"Wir übergeben einen leistungsstarken Containerterminal, der für die Wirtschaftskraft des aufstrebenden asiatischen Landes eine entscheidende Bedeutung hat", sagt Uwe Lemcke, Vorstandsvorsitzender von Inros Lackner. An der Tiefwasserzufahrt könnten auch die momentan weltweit größten Containerschiffe der so genannten Super-Post-Panamax-Klasse gelöscht werden. Um das zu ermöglichen, wurden eigens fünf Millionen Kubikmeter Sand aufgespült.

Der Hafen ist 48 Hektar groß, besitzt eine Kaikantenlänge von 600 Metern und hat eine Umschlagsleistung von etwa 1,2 Millionen TEU. Inros Lackner hatte für Cai Mep Planung, Bauvergabe und Bauüberwachung übernommen.

Für den Bau des neuen Hafens hatten sich im Januar 2007 die Firmen Saigon Port, Vietnam Shipping Lines und APM Terminals BV zum Cai Mep International Terminal (CMIT) zusammengeschlossen. Er befindet sich in einer strategisch günstigen Region, in der Nähe von mehreren zentralen Fertigungsorten und internationalen Schifffahrtswegen.

Inros Lackner ist schon seit 2004 mit Bauprojekten in Vietnam beschäftigt, dafür wurden extra Büros in Hanoi und in Ho-Chi-Minh-Stadt eröffnet. Unter Mitwirkung der Firma entstand unter anderem das National Congress Center in Hanoi. Zuletzt wurde das Stadtmuseum Hanoi projektiert. Das Ausstellungshaus in Form einer auf den Kopf gestellten Pyramide wurde für eine Gesamtsumme von 100 Millionen Euro errichtet.

Auszeichnung mit Landesingenieurpreis

In der Heimat bekam das Rostocker Unternehmen dafür den Landesingenieurpreis Mecklenburg-Vorpommern, der von der Ingenieurkammer und dem Ingenieurrat des Landes vergeben wird. Das Gebäude habe außerordentliche konstruktive und statische Ansprüche an das Projektteam gestellt und sei mit einer Gebäudetechnik ausgerüstet, die in Vietnam seinesgleichen sucht, hieß es zur Begründung.

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