Rostock geht jetzt an die Flughäfen

<strong>Wollen mehr Urlauber in der Nebensaison:</strong> Conny Ledwig vom Hinstorff Verlag und Johannes Wolff, Leiter der Tourismusinformation Warnemünde. <fotos>josefine rosse</fotos>
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Wollen mehr Urlauber in der Nebensaison: Conny Ledwig vom Hinstorff Verlag und Johannes Wolff, Leiter der Tourismusinformation Warnemünde. josefine rosse

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25. Januar 2013, 10:40 Uhr

Rostock muss für den Tourismus noch attraktiver werden. Das ist die Bilanz des gestrigen Jahresempfangs von Rostock Marketing, dem Tourismusverein Rostock und Warnemünde, den familiengeführten Privathotels und Pensionen sowie des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes im Darwineum.

Für 2013 hat sich Rostock Marketing viel vorgenommen: "Der Erfolgskurs ist der richtige, aber es gibt dennoch viele Baustellen, die wir anpacken müssen", so Beate Hlawa, Marketingleiterin der Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde. So möchte die Tourismuszentrale in diesem Jahr deutschlandweit Flughäfen anlaufen, um neue Verbindungen für Rostock-Laage zu gewinnen. "Die Leute müssen verstehen, dass sie mit der richtigen Flugverbindung in einer Stunde an der Ostsee sein können", sagt Hlawa. Die Infrastruktur der Region stelle ein großes Problem für die Tourismusentwicklung dar. "Allein die derzeitige Lage mit der Zugverbindung nach Berlin schadet der Gesamtregion", betont Ines Lenz, Vorstandsmitglied des Tourismusvereins. "Wenn wir den Kreuzfahrttouristen keine Ausflüge in die Hauptstadt anbieten können, fällt ein schlechter Ruf auf uns", ergänzt sie.

Zwar konnte die Hansestadt Rostock im vergangenen Jahr mit einen zehnprozentigen Übernachtungszuwachs in Haupt- und Nebensaison punkten, doch sollen in Zukunft noch mehr Gäste aus den neuen Bundesländern und dem Rheinland für die Region begeistert werden. "Die neue Fluglinie Düsseldorf-Rostock war ein erster guter Anstoß", findet Hlawa. "Doch wir müssen auch neue Zielgruppen ansprechen." So sollen Rostock und Warnemünde in Zukunft auch für Tagungen und Kongresse attraktiver werden. Dahingehend sei bislang nur wenig passiert. "Es ist viel Potenzial da. Nun gilt es, dies zu sichern und auszubauen", betont Christian Pegel, Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommerns. "Die Branche muss in Bewegung bleiben. Hier gilt es, ständig neue Akzente zu setzen. Wir müssen erreichen, dass die Menschen nicht nur Urlaub machen, sondern dass sie auch gerne wiederkommen", sagt er weiter. Vor allem im Maritim-Tourismus würden Rostock und Warnemünde bislang gut aufgestellt sein. Zukünftig soll es nun darum gehen, neue Buchungsanreize zu schaffen. Orientierung bietet hierfür die Tourismuskonzeption 2022. So sollen neue Produkte wie Kurzreisen und Arrangements entwickelt werden.

Wichtig seien zudem Urlaubsmagnete wie das Darwineum, das seit seiner Öffnung einen signifikanten Besucherzuwachs nachweisen kann. "Mit der richtigen Marketingstrategie schaffen wir es, dass die Leute Tagestrips buchen, nur um das Darwineum zu sehen", meint Pegel. "In der Vermarktung der Region müssen alle Akteure an einem Strang ziehen. So können wichtige Impulse gesetzt werden."

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