Splitter : Rodenwalder Sportverein seit 40 Jahren in der Gemeinde zu Hause

Seit 40 Jahren ist Walter Paul auf diesem Platz aktiv – dem Fußballplatz des Rodenwalder Sportvereins Traktor von 1976 e.V.
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Seit 40 Jahren ist Walter Paul auf diesem Platz aktiv – dem Fußballplatz des Rodenwalder Sportvereins Traktor von 1976 e.V.

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18. Januar 2016, 09:38 Uhr

Der Rodenwalder Sportverein Traktor feiert in diesem Jahr sein großes Jubiläum. Seit 40 Jahren ist der Verein in der Gemeinde zu Hause. Walter Paul kann sich noch genau an die Anfänge erinnern. Der Caminer ist einer der Gründungsmitglieder und seitdem im Verein aktiv. „Ich habe früher selbst Fußball in Bennin gespielt und als dieser Verein sich aufgelöst hatte, sind wir fast komplett nach Rodenwalde gewechselt und haben hier den Sportverein aufgebaut“, erinnert sich der 65-Jährige an das Jahr 1976. Der Platz war noch aus früheren Zeiten vorhanden und auch ein Vereinsgebäude gab es. „Das war aber richtig Arbeit, das alles auf Vordermann zu bringen.“

Doch die Arbeit hat sich gelohnt, der Verein ist all die Jahre ein Treffpunkt für Klein und Groß. Rund 85 Mitglieder zählt Traktor heute, von der G-Jugend bis zur Herrenmannschaft. „Wir waren eine Zeit lang auch DFB-Stützpunkt. Aber das ist jetzt in Hagenow“, erzählt Walter Paul. Er selbst hat bis 1988 auf dem Rasen gestanden und gespielt. Später wurde er Trainer der eigenen Jugendmannschaften und Vorsitzender des Vereins. Heute ist der 65-Jährige zweiter Vorsitzender und kümmert sich um alles rund um das Vereinsgeschehen. „Am 1. April werden wir 40 Jahre und am 9. feiern wir das Jubiläum.“ Dazu wurde sogar eine komplette Chronik erstellt, auf der die Geschichte der Fußballer aufgearbeitet wurde. „Und für die Jugend veranstalten wir nach der Saison im Sommer noch einmal ein Turnier zum Jubiläum“, informiert Walter Paul weiter.

Die Pastorenbrücke in Camin wird in diesem Jahr ersetzt.
Die Pastorenbrücke in Camin wird in diesem Jahr ersetzt.
 

Pastorenbrücke wird neu gebaut

Es gibt kleine Bauprojekte, die seit Jahren in der Schublade schwelen, die außerhalb des Ortes kaum ein Mensch kennt und die dennoch für einen Ort enorm wichtig sind. Die so genannte Pastorenbrücke von Camin ist so ein Projekt. Diese Metallkonstruktion führt über die Schilde. Die alte Konstruktion soll in diesem Jahr nun komplett erneuert werden, dafür wird einiges an Vorarbeiten nötig sein. Es geht um ein Volumen von 110 000 Euro.

Die Funkengarde des Vellahner Carneval Clubs VCC.
Die Funkengarde des Vellahner Carneval Clubs VCC.
 

Straßencarneval, das gibt es nur hier

Es gibt viele Vereine, die den Ruf Vellahns begründen. Einer, der immer wieder besonders durch seine rührige Arbeit auffällt, ist der Vellahner Carneval Club unter der bewährten Leitung des „Feierbiestes“ Klaus Marmulla. Eine Besonderheit ist dabei der Straßencarneval im Januar, der in unserer Region so nur in Vellahn stattfindet. Und der nächste närrische Umzug steht bevor, am 23. Januar wird es um 13 Uhr wieder soweit sein.

Pastor Christian Lange am Turm seiner Kirche.  Fotos: archiv
Pastor Christian Lange am Turm seiner Kirche. Fotos: archiv
 

Ein mehr als aktiver Pastor

Christian Lange ist nicht nur ein junger Pastor, er ist auch besonders aktiv und hat auch pfiffige Idee. Unvergessen ist seine Wette, wo er schließlich den Gemeindebus per Seil über eine Strecke ziehen musste und seinen Wetteinsatz auch einlöste. Auch dank seiner Arbeit und der vieler Helfer und Spender ist das Vellahner Wahrzeichen, die Kirche, als Schmuckstück wieder erstanden und ist Ort zahlreicher Veranstaltungen.

Peter Suchy.
Foto: Archiv
Peter Suchy.
 

Verliebt in seine Caminer Heimat

Manchmal hat die ländliche Idylle fernab jeder größeren Stadt auch so ihre Vorteile. Vor allem dann, wenn sich wirtschaftlich erfolgreiche Menschen hier niederlassen und dauerhaft etwas umgestalten, sich in die Region verlieben und bleiben wollen. Peter Suchy, Unternehmer aus dem Hamburger Raum, ergeht es mit dem Caminer Bereich seit vielen Jahren so. Bereits seit den 1990er-Jahren lernte er die Gegend rund um Camin lieben und schätzen, kaufte sich Grundstücke, sanierte ein völlig verfallenes Haus, gestaltete gut 80 Hektar nebst Badestrand an zwei Teichen um und hat auch eine Eigenjagd. Doch der 72-Jährige Suchy tat noch mehr und tut es bis heute. Schon früh lernte er über die damalige Gemeinde die Geldnöte und Sorgen kennen und beschloss mit seinen Möglichkeiten zu helfen. Als Leitender Angestellter mehrerer großer Firmen, zu den z. B. die Unternehmen Hoyer oder TWS gehören, hatte er Möglichkeiten, die er für die Region nutzte. Am Ende hatten zahlreiche erfolgreiche Unternehmen plötzlich ihren Stammsitz nicht mehr in Hamburg sondern im beschaulichen mecklenburgischen Camin. Im Ergebnis begann für die heutige Gemeinde Vellahn plötzlich die Gewerbesteuer zu sprudeln. Aktuell geht es im Jahr um eine Summe von etwa 1,5 Millionen Euro. Für die Gemeinde bedeutet das, unabhängig von den sogenannten Schlüsselzuweisungen zu sein und trotzdem besser finanziell da zu stehen. Auch die Firmen profitieren von ihrem Hauptsitz in Mecklenburg. Die Hebesätze in Camin sind deutlich geringer als in Hamburg.

Der Gewinn, der das alles möglich macht, kommt vor allem aus dem weltweiten Geschäft der Firma TWS mit Tankcontainern und Tankwechselsystemen. Allein mit den gut 7000 Containern wird da ein Jahresumsatz von 22 Millionen Euro erwirtschaftet.

Peter Suchy hat sich trotz seiner umfangreichen Arbeit vor Ort öffentlich immer zurückgehalten und sich lieber der Umgestaltung seiner mecklenburgischen Wahlheimat gewidmet. Eigentlich könnte er längst Rentner sein, doch das mit dem Untätigsein war nichts für ihn. Inzwischen hat der ursprünglich aus Schlesien stammende Mann auch viele seiner Freunde nach Mecklenburg geholt und veranstaltet in größeren Abständen auch hochwertige Kulturveranstaltungen in der Caminer Kirche. Das soll es auch in diesem Jahr wieder geben. Bürgermeister Ulrich Stein gehört zu denen, die tief beeindruckt sind, was Suchy für die Gemeinde leistet. „Das ist schon enorm und bringt wirklich allen etwas.“

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