Versicherungen : Richtig absichern gegen Wasserschäden

svz.de von
14. Juni 2016, 15:47 Uhr

Die Zerstörungskraft des Wassers hat sich im Bewusstsein vieler Versicherter noch nicht festgesetzt. In einer Umfrage, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Auftrag gegeben hat, schätzten 90 Prozent der Befragten die Bedrohung durch Naturgewalten als gering ein. Selbst wenn ein Gebäude zwei Kilometer vom Fluss weg liegt, übersteigt das Überschwemmungsrisiko das Risiko eines Feuerausbruchs jedoch um das Doppelte, erläutert Rainer Fürhaupter von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) mit Sitz in Köln.

Nach GDV-Zahlen sind zwischen 90 und 95 Prozent aller Häuser mit einer Wohngebäudeversicherung – etwa gegen Feuer, Sturm und Hagel – versichert. Hingegen sind nur 38 Prozent der Gebäude gegen Elementarschäden wie Hochwasser oder Starkregen mit einer Versicherung abgedeckt. Für Hausbesitzer und Mieter kann das unangenehme Folgen haben. Denn sie müssen nicht nur mit vollgelaufenen Kellern fertig werden. Haben sie keinen Elementarschutz, kommt ihre Versicherung nicht für den Schaden auf.

Bei Elementarschadenversicherung zahlen die Versicherer für Folgen, die durch Naturereignisse wie Starkregen, Lawinen, Hochwasser, Erdbeben oder Vulkanausbrüche entstehen. Versicherte können Schutzbausteine zu ihrer Hausrat- oder Gebäudeversicherung hinzubuchen, um entweder ihr Hab und Gut im Haus oder das Gebäude selbst finanziell abzusichern, erklärt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale NRW. „Eine Elementarschadenversicherung ist sinnvoll, da man gerade größere Schäden am Haus nicht aus der Portokasse bezahlen kann“, sagt die Verbraucherschützerin.

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