zur Navigation springen

Reinhardtsdorfer befürchten weitere Verkehrsunfälle

vom

svz.de von
erstellt am 28.Feb.2013 | 09:50 Uhr

Gut eine Woche ist es her, da schepperte es auf der Reinhardtsdorfer Kreuzung. Wieder stießen dort Autos zusammen, wurden Insassen verletzt, rückten Rettungskräfte und Polizisten aus. Doch mit einer Entschärfung der lebensgefährlichen Reinhardtsdorfer Kreuzung ist vorerst nicht zu rechnen - obwohl Anwohner schon seit Jahren auf die Gefahren hinweisen und mehr Sicherheit fordern - für sich und Autofahrer.

Situationen wie die in der vergangenen Woche möchte die Reinhardtsdorferin Nancy Goosman nicht mehr erleben. "Es gab einen riesigen Knall und ich ich musste an den Kometeneinschlag von Russland denken", so Goosmann. Sekunden später sah sie ein Auto, das einen Teil ihres Gartenzauns zerstört hatte. Ein zweiter Wagen war ebenfalls schwer beschädigt.

Seit Jahren kennt auch Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest den Gefahrenpunkt Reinhardtsdorf. "Die Forderung von Anwohnern nach einer Entschärfung der Kreuzung sind nachvollziehbar. Die Kreuzung ist ein neuralgischer Punkt", so Howest. Viel ändern könne aber auch er nichts an der derzeitigen Situation. Gadebusch sei als Kommune außen vor.

Baulastträger und damit zuständig ist der Landkreis Nordwestmecklenburg. Doch dort sieht man derzeit keinen Handlungsbedarf. "Reinhardtsdorf wird gegenwärtig nicht als Unfallschwerpunkt geführt, anders als noch 2007", sagt Kreis-Pressesprecherin Petra Rappen. Nach ihren Angaben seien momentan keine baulichen Veränderungen geplant. Sie verweist auf bereits realisierte Maßnahmen, um die Situation für Kraftfahrer und Anwohner zu verbessern. So seien drei Alleebäume für eine bessere Sicht gefällt worden und die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h herabgesetzt worden. Darüber hinaus habe es eine Erneuerung der Fahrbahnmarkierung und zusätzliche Stoppschilder gegeben.

Weitere Unfälle dürften dennoch nur eine Frage der Zeit sein. Denn die Strecke Paetrow-Reinhardtsdorf-Kaeselow nutzen viele Auto- und Lkw-Fahrer, um Gadebusch zu umfahren und auf die A24 bei Wittenburg zu gelangen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen