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26. September 2017 | 02:17 Uhr

RE 6: Morgen fahren wieder Züge

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Aber erst Ende Februar findet wieder Planbetrieb statt

von
erstellt am 13.Feb.2017 | 13:36 Uhr

Gestern ist der Betrieb des Prignitz-Express von Hennigsdorf nach Berlin mit Elektro-Triebzügen wieder gestartet worden. Ab morgen sollen gemietete Dieselloks wieder von Wittenberge nach Wittstock verkehren, teilte die Deutsche Bahn gestern mit. Der RE 6 soll vom 27. Februar an auf der gesamten Strecke rollen.

Die DB Regio werde künftig Fahrzeugreserven vorhalten, um Fahrzeugausfälle wie derzeit auf dem RE6 künftig zu vermeiden, sagte Bahn-Konzernbevollmächtigter Joachim Trettin gestern auf der Sondersitzung des Verkehrsausschusses des Potsdamer Landtags. Bei den zwischen Berlin-Gesundbrunnen und Wittenberge eingesetzten Dieseltriebwagen der Baureihe 646 gab es seit dem 27. Januar mehrere Fälle von Rauchentwicklungen. Daraufhin wurden diese Fahrzeuge in die Werkstatt beordert. „Wir haben die gesamte Flotte überprüft, und an drei Fahrzeugen Undichtigkeiten am Turbolader festgestellt“, sagte Trettin.

Eine „indirekte Ursache“ sei, dass die auf dem „Prignitz-Express“ eingesetzten Fahrzeuge länger als geplant im Einsatz seien. Es sei vorgesehen gewesen, sie durch gebrauchte Triebwagen der Baureihe 648 aus Nordrhein-Westfalen zu ersetzen. Dort sollten neue Fahrzeuge eingesetzt werden. Wegen Lieferverzögerungen würden die für Brandenburg bestimmten Fahrzeuge weiter in Nordrhein-Westfalen benötigt, so Trettin. Erst im Juni werde wohl das letzte Fahrzeug aus NRW nach Brandenburg wechseln.

Der Bahnbevollmächtigte räumte auf Anfrage von Abgeordneten aller Fraktionen ein, keinen Pool moderner Fahrzeuge für solche Situationen zu haben. „Wir werden künftig zusätzliche Reserven an Fahrzeugen vorhalten“, sagte er. Diese würden künftig über das hinausgehen, was in den Ausschreibungen vorgesehen sei.

Unterdessen sorgt der Schienenersatzverkehr besonders bei der Schülerbeförderung in der Prignitz für Probleme. Eine Mutter aus Rohlsdorf berichtet darüber, dass ihr Sohn für die 20 Kilometer lange Strecke zum Gymnasium nach Pritzwalk ganze dreieinhalb Stunden benötige. Grund dafür ist, dass die Fahrzeiten des Schienenersatzverkehrs nicht mit denen der normalen Buslinien abgestimmt sind. Kurzerhand holen die Eltern ihre Schützlinge selbst von der Schule ab, um ihnen lange Wartezeiten in der Kälte zu ersparen. Was sagt die Deutsche Bahn zu diesem Problem?

 
 
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