Razzia im Rockerclub

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12. November 2009, 09:54 Uhr

Rostock | Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) haben gestern in Rostock das Clubhaus des Motorradclubs "Hells Angels" durchsucht. Das Gebäude am Dierkower Petridamm sei auf Arzneimittel kontrolliert worden, teilte ein LKA-Sprecher mit. Hintergrund sei der Verdacht, dass vom Clubhaus aus gesetzlich nicht zugelassene Potenzmittel unter die Leute gebracht worden seien. Die Polizei habe mehrere Gegenstände sicherstellen können. Zu Details konnte der Sprecher zunächst keine Angaben machen.

Die vom Amtsgericht Rostock veranlasste Durchsuchung dauerte knapp vier Stunden. An dem Einsatz waren nach LKA-Angaben rund 30 Polizisten beteiligt. Die Aktion sei ohne Komplikationen verlaufen, hieß es. Festnahmen habe es nach Angaben des Rostocker Oberstaatsanwaltes Peter Lückemann nicht gegeben.

Das Clubhaus in der Hansestadt war bereits im Juli auf Drogen und Waffen durchsucht worden. Es sich bei den "Hells Angels" nach Erkenntnissen der Behörden bislang um den einzigen solchen Club in Mecklenburg-Vorpommern. Die rivalisierenden Bandidos sollen hingegen im Osten des Landes vertreten sein.

Unterdessen wird seit gestern vor dem Landgericht Rostock der Prozess um einen Überfall auf eine Boxveranstaltung wieder aufgerollt, den die Behörden ebenfalls der Rockerszene zuordnen. Der Angeklagte Frank G. (37) hatte seine Geldauflage von 5000 Euro nicht beglichen, gegen die der erste Prozess gegen ihn eingestellt worden war.

Er soll zu den 60 Mitgliedern des damaligen Motorrad-Clubs "Gremium" gehört haben, die im Februar 2007 eine Boxveranstaltung in der Scandlines Arena überfielen. Die Verhandlung musste gestern mehrmals unterbrochen werden, weil der Verteidiger von Frank G. per SMS Mitteilungen über die Durchsuchung des Clubhause erhielt.

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