Rauchverbot: Kaum Einbußen

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14. Februar 2009, 03:41 Uhr

Schwerin | Im ersten Jahr nach Inkrafttreten des Rauchverbots in Gaststätten in MV ist es in der Branche insgesamt offenbar nicht zu dem befürchteten Umsatzeinbruch gekommen. "Die Gästezahlen sind ungefähr gleich geblieben", sagte der Landeshauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel-und Gaststättenverbandes (Dehoga), Uwe Barsewitz. Während zum Beispiel die Verweildauer von Rauchern in Restaurants wegen des Rauchverbotes abgenommen habe, kämen Nichtraucher jetzt öfters in die Lokale.

Durch die Aufhebung des Rauchverbots in Einraumkneipen durch das Bundesverfassungsgericht im Juli 2008 habe sich die Situation für Inhaber kleiner Eckkneipen deutlich gebessert, sagte Barsewitz weiter. Bis zum Karlsruher Urteil hätten diese mit Umsatzeinbrüchen um bis zu 50 Prozent gekämpft. Die Ausnahme für Eckkneipen soll laut Sozialministerium bis Ende 2009 auch in das Landesgesetz eingearbeitet werden.

Barsewitz sprach von einer "guten Zusammenarbeit" zwischen Wirten und den für die Kontrollen auf Einhaltung des Rauchverbots zuständigen kommunalen Ordnungsämtern. Ihm sei bislang kein Fall einer Bußgeldverhängung gegen einen Wirt bekannt. Bei den gesetzlichen Regelungen zum Rauchverbot seien allerdings nach wie vor einige Fragen offen, sagte Barsewitz. Da im Karlsruher Urteil unter 18-Jährigen der Zutritt zu den Einraumkneipen mit Raucherlaubnis verwehrt werde, sei unklar, ob Besucher von Raucherräumen in größeren Kneipen und Diskotheken in Zukunft auch volljährig sein müssten.

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