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24. November 2017 | 17:44 Uhr

Raub mit Schrotflinte: Zehn Jahre Haft

vom

svz.de von
erstellt am 10.Nov.2011 | 08:04 Uhr

Rostock | Blankes Entsetzen und spontanes Schluchzen gestern Nachmittag im Gerichtssaal: Zehn Jahre Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung lautet das Urteil gegen den Rostocker Mario M. (37) - wegen eines brutalen Überfalls mit einer Schrotflinte.

Es war der 16. Februar gegen 19.50 Uhr, als Mario M. mit einem bis jetzt unbekannten Mittäter die Holzglastür zur Wohnung von Marcel G. (30) in der Altschmiedestraße einschlug und die Treppe hinaufstürmte. Marcel G. öffnete, weil er einen Freund erwartete. Mario M., der maskiert war, schlug dem 30-Jährigen mit dem Gewehrkolben ins Gesicht und an den Hinterkopf. Das Opfer ging zu Boden. "Hinlegen und Schnauze halten", rief der Maskierte Martin P. (32) zu, der sich ebenfalls in der Wohnung befand. Beide wurden an Händen und Füßen gefesselt. Gegen 20 Uhr kam Anja K. (26), die Freundin von Marcel G., nach Hause. Sie wurde festgehalten, konnte sich aber losreißen und Hilfe holen.

Marcel G. arbeitete in Irland, hatte nach seiner Rückkehr immer viel Geld da. Mario M. und der Mittäter flohen mit 2000 Euro, einer Kamera und einem Handy. Ihr Opfer erlitt erhebliche Kopfverletzungen, musste stationär behandelt werden.

Wegen schwerer Gewalttaten vorbestraft

Die 8. Große Strafkammer befand Mario M. des besonders schweren Raubes und der gefährlichen Körperverletzung für schuldig. "Das Verfahren steht und fällt mit den Zeugen Marcel G. und Martin P.", sagte gestern der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. Unabhängig voneinander hatten beide den Maskierten als Mario M. identifiziert. Sie erkannten ihn an seiner hohen, sich überschlagenden Stimme. Das Gericht glaubte ihnen. Die Anordnung der Sicherungsverwahrung nach dem Verbüßen der zehnjährigen Haft begründete das Gericht mit dem Hang des Angeklagten zu schwersten Gewaltverbrechen. Mario M. hat seit seinem 18. Lebensjahr schwere Straftaten begangen, darunter einen Überfall auf eine Spielothek, wofür er zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt wurde. Den Überfall auf den 30-Jährigen habe er in seiner Bewährungszeit verübt.

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