Ratgeber

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25. Mai 2011, 08:24 Uhr

Der Arbeitnehmer hat keinen Anspruch darauf, wegen der Aschewolke aus Island seinen Urlaub zu verschieben. "Ist der Urlaub beantragt, dann kann der Arbeitnehmer nicht mehr zurücktreten", sagte Professor Jobst-Hubertus Bauer, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Stuttgart. "Das Risiko, dass etwas Unvorhersehbares wie eine Aschewolke passiert, liegt beim Arbeitnehmer." Viele Arbeitgeber ließen aber in einem solchen Fall mit sich reden. Ist der Arbeitnehmer dagegen bereits in den Urlaub gefahren und sitzt nun fest, muss er keine Abmahnung oder Kündigung fürchten. Sitzt der Angestellte fest, sollte er sich sofort mit der Personalabteilung in Verbindung setzen.

"Eine Reiserücktrittsversicherung kommt für die Stornokosten nicht auf", sagt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg. Die Reiserücktrittsversicherung zahle, wenn die Reise aus wichtigem Grund nicht angetreten werden kann. Wichtige Gründe könnten sein: plötzliche schwere Krankheiten, Impfunverträglichkeit, Schwangerschaft, Unfälle oder etwa ein Brand in der eigenen Wohnung. Muss die Reise wegen Naturgewalten wie Vulkanausbruch abgesagt werden, tritt die Reiserücktrittsversicherung dafür nicht ein.

Kann ein Passagier zum Beispiel nicht wie geplant von Berlin nach Glasgow fliegen, hat er die Wahl, sich entweder auf die nächstmögliche Maschine umbuchen zu lassen oder den Ticketpreis zurückzuverlangen. Darüber hinaus hat er Anspruch auf sogenannte Betreuungsleistungen. Dazu gehören Verpflegung, zwei kostenlose Telefonate und falls nötig, die Unterbringung in einem Hotel. Das ist dann der Fall, wenn beispielsweise ein aus Bangkok kommender Passagier mit Ziel New York in Frankfurt am Main festsitzt. Ansprüche auf zusätzliche Ausgleichszahlungen bestehen nicht.

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