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22. August 2017 | 09:30 Uhr

Splitter : Radwanderquartier und Verkaufsstelle

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Das Radwanderquartier in Laaslich im Obergeschoss der ehemaligen Schule mitten im Dorf präsentiert sich hell, freundlich und tip top gepflegt. Es verfügt über einen kleineren und einen großen Schlafraum, eine separate komplett ausgestattete Küche, Dusche und WC, eine Sofa-Sitzecke mit Fernseher und Esstisch im großen Schlafsaal.

„Wir hatten schon 1991 als die Schule raus war die Idee, dort etwas zu machen“, sagt Evelyn Busse. Sie erinnert sich, dass viele Urlauber und auch Radfahrer im Dorf waren, vom Regen überrascht wurden und nicht wussten, wo sie schlafen sollten. Doch es dauerte noch zehn Jahre, bis die damalige Gemeinde Laaslich dann ihre Idee in die Tat umsetzte. Am 21. Februar 2001 wurde das Radwanderquartier dann eröffnet. Es flossen Gelder aus dem Programm zur Förderung des ländlichen Raumes. „Schulklassen waren auch schon hier“, weiß Evelyn Busse. Sie ist für Übernachtungen im gemeindeeigenen Radwanderquartier auch die Ansprechpartnerin, managet alles. Allerdings ist in den Jahren der Zulauf im Radwanderquartier geringer geworden, seit es auch private Ferienwohnungen im Dorf gibt.

Und Evelyn Busse trifft man auch im Erdgeschoss der ehemaligen Schule an, in der heutigen ländlichen Verkaufsstelle – das 25-jährige Jubiläum steht bevor. Nicht nur für die Dorfbewohner ein Segen, auch die Radfahrer bekommen dort noch schnell etwas für ihre Verpflegung.

 

Lenzersilge entstand als Kolonistendorf

Auf dem Rastplatz in der Mitte von Lenzersilge steht eine Schautafel zur Geschichte. Das kleine Dorf wurde 1775 erstmals als Lenzensche Silge urkundlich erwähnt. Das Land war weder urbar noch besiedelbar. Nach Plänen von König Friedrich II und dessen Freund Wichard von Möllendorf entstand hier eine Kolonie. Unter Friedrich II wurde die Urbarmachung von Sümpfen und Mooren vorangetrieben und die Lenzer Silge entwässert. 1782 wurden elf Großkolonistenstellen und zwölf Kleinkolonistenstellen eingerichtet. Jeder Kolonist erhielt ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude. In den ersten vier Jahren wurde keine Pacht erhoben. Die Kleinkolonisten hatten etwas Landwirtschaft und waren ansonsten Handwerker. Einer der Handwerker hatte in seinem Haus die Schule. 1895 gab es ein eigenes Schulgebäude.

Bei Grabungen wurden auf einem Fundplatz aus einer Feuerstelle Tierknochen geborgen. Archäologen schlossen daraus, dass vor 3000 Jahren der Ort an gleicher Stelle besiedelt war.

 

Eine Augenweide: die Laaslicher Funkengarde.
Eine Augenweide: die Laaslicher Funkengarde.
 

LCC hat das halbe Jahrhundert im Visier

Laaslich und Karneval – das gehört einfach zusammen. 1968 gegründete sich der Laaslicher Carnevals Club e. V., hatte viele Auftritte in Prignitzer Gaststätten. In den achtziger Jahren zog man zwar immer noch „übers Land“, aber das Hauptengagement verlagerte sich in den Landgasthof Laaslich – bis heute. Die Verantwortlichen haben keine Mühe, die Karten für die Büttenabende loszuwerden. Nach der Wende hatte der LCC erst einmal eine Durststrecke zu überwinden. Doch seit der Jubiläumsveranstaltung 2008 ging es wieder bergauf – das halbe Jahrhundert schon im Visier.


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erstellt am 17.Mai.2016 | 13:12 Uhr

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