Splitter : Quelle der Warnow entspringt in Grebbin

In der Mitte der alten Schmiede sprudelt das Wasser. Daneben liegt der Quellteich. Von hier aus in Grebbin schlängelt sich die Warnow 155 Kilometer durch das Land.
In der Mitte der alten Schmiede sprudelt das Wasser. Daneben liegt der Quellteich. Von hier aus in Grebbin schlängelt sich die Warnow 155 Kilometer durch das Land.

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19. November 2015, 08:56 Uhr

155 Kilometer lang schlängelt sich die Warnow bis zur Mündung in die Ostsee bei Rostock durch Mecklenburg-Vorpommern. Seine Quelle hat der Fluss in Grebbin. Zwischen den Restmauern einer alten Schmiede sprudelt eigens als Fotomotiv für Besucher Wasser mitten in Grebbin aus dem Boden – gleich neben dem Quellteich des Flusses. Von dort verschwindet die Warnow zunächst in unterirdischen Rohren. Doch in den nächsten Jahren soll der Fluss an seinem Quellort wieder an das Tageslicht geholt werden. Darauf zielt ein Projekt des Wasser- und Bodenverbands. Der Eigenanteil der Gemeinde zur Finanzierung soll über Ausgleichsmaßnahmen für den Bau von Windkraftanlagen aufgebracht werden. Die Kommune will zudem das Areal rund um die Warnowquelle attraktiver gestalten. Dazu hatte sich die Gemeinde auch um Fördermittel der Europäischen Union bemüht, was bislang allerdings scheiterte. Doch auch ohne Förderung hat die Verschönerung bereits begonnen. So wird derzeit der Gehweg an der Straße erneuert.

Gut Herzberg ist wichtiger Arbeitgeber

Das Gut Herzberg mit Inhaber Karsten Kruse ist wichtiger Arbeitgeber in der Gemeinde Obere Warnow. 27 Mitarbeiter sind an den Standorten Herzberg, Woeten, Kossebade und in Greven beschäftigt, ist von Gesa Kruse, Mutter des Inhabers und Geschäftsführerin am Standort Kossebade zu erfahren. Der Landwirtschaftsbetrieb betreibt Ackerbau mit Raps, Weizen, Gerste, Zuckerrüben und auch Mais. Er hält Schweine und ein Herde von 420 Kühen, deren Milch an die Molkerei Arla nach Upahl geliefert wird. Um zu vermeiden, dass aus anderen Herden Krankheiten hinein getragen wird, setzt der Landwirtschaftsbetrieb ausschließlich auf eigenen Nachwuchs. So beträgt der Bestand mit Jungtieren und Nachzucht rund 900 Rinder. Jedes Jahr gibt der Betrieb für seine Mitarbeiter, Verpächter und die Dorfbewohner ein Erntefest. Die Landwirtschaft sei auch mit Staub und Lärm verbunden, sagt Gesa Kruse. Das Fest sieht sie als Dankeschön. Viele Frauen aus den Dörfern backen dazu Kuchen. In diesem Jahr kamen 24 Kuchen zusammen.

Historische Reithalle in Lenschow
Historische Reithalle in Lenschow
 

Rettung für Lenschows Fachwerkkunst

Ein beeindruckender Fachwerkbau, der wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt, soll gerettet werden: die Reithalle in Lenschow, die einst zum Gutsgelände der Familie von Treuenfels gehörte. Die Gemeinde Obere Warnow will das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wiederbeleben – als Domizil für die Löschgruppe der Feuerwehr , als Stützpunkt für den Gemeindearbeiter und als Gemeindezentrum. Der Parchimer Architekt Ulf Harm entwickelt ein Projekt, sagt Bürgermeister Hartmut Bahl.

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